BAD NEUSTADT

Wohnanlage statt Karmeliter Hof

Der ehemalige Karmeliter Hof in Brendlorenzen samt angrenzendem Wohnhaus an der Brender Hauptstraße fällt dem ...

Eine Mehrfamilienwohnanlage mit 12 Wohnungen will die Karmeliter Bräu GmbH & Co. KG an der Hauptstraße in Brendlorenzen neu bauen. Das bisherige Gebäude, in dem bis vor einigen Monaten ein griechisches Restaurant beheimatet war, wird abgebrochen und durch den Neubau ersetzt. Bislang führt ein gerne genutzter Fußweg vom Alten Bahnweg kommend mitten durch das Gebäude auf Höhe der Adolf-Johannes-Straße. Dieser Weg bleibt zur Freude des Stadtrates bestehen, führt in Zukunft aber nicht mehr durch das Gebäude, sondern daran vorbei.

Fußweg geht in Besitz der Stadt über

Der Fußweg bleibt erhalten. Das ist eine gute Nachricht für viele Schulkinder und alle Bürger von Brendlorenzen. Allerdings wird nach dem Neubau der Weg aus Richtung der Hauptstraße auf die linke Seite des neu entstehenden Wohnhauses verlegt. Nach Abschluss der Bauarbeiten geht der dann drei Meter breite Weg, bislang ein Privatweg, in den Besitz der Stadt über und erhält eine Beleuchtung sowie eine Sperre, die es unmöglich macht, mit dem Fahrrad zu schnell auf die Brender Hauptstraße zu fahren.

Keine Gastronomie vorgesehen

Der Stadtrat zeigte sich mit dem Baugesuch einverstanden. Die Wohnanlage wird jedoch nicht wie das bestehende Gebäude direkt an die Hauptstraße gebaut, sondern zehn Meter zurückgesetzt. Als Abgrenzung zur Straße ist eine zwei Meter hohe Mauer geplant. Die Zurücksetzung des Wohnhauses genehmigte die Stadt, weil es etliche Häuser an der Hauptstraße gibt, die ebenfalls zurückgesetzt sind. Ein gewerblicher Bereich oder Gastronomie ist in dem geplanten Neubau nicht vorgesehen. Die bestehende Ampelanlage an der Hauptstraße bleibt bestehen.

Nach der Ablehnung eines möglichen Bürgerbegehrens bezüglich einer Ampelanlage an der Falltorstraße in Herschfeld hatte die Stadt eine erneute Diskussion um die verkehrliche Regelung in diesem Bereich für das nun neue Jahr angekündigt. In der ersten Sitzung des Stadtrates 2019 stand der Straßenbereich zwar auf der Tagesordnung, nicht jedoch eine mögliche neue Verkehrsregelung. Stattdessen ging es in den Untergrund.

Im Zuge der Sanierung der Falltor- und der Kirchstraße werden auch Kanalarbeiten in der Königshofer Straße auf einem Abschnitt von ca. 400 Metern Länge notwendig. Der Abwasserverband Saale-Lauer hat die Planungen für den Kanal im Mischsystem der Stadt vorgestellt. In diesem Zusammenhang müssen dutzende Hausanschlüsse neu gebaut, nicht mehr genutzte Anschlüsse still gelegt werden. Die Planungen wurden von Martin Holland-Nell im Stadtrat vorgestellt. Mit zahlreichen Fotos dokumentierte der Vertreter des Abwasserverbandes die Schädigungen an dem zum Großteil mehr als 50 Jahre alten Kanalsystem. Der Stadtrat machte den Weg frei für den Neubau des Kanals, der Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro verursachen wird.

Verkehr und Ampel in Herschfeld bleiben auf der Agenda

Über den Verkehr und die Ampel will die Stadt zeitnah weiter diskutieren. Bürgermeister Bruno Altrichter möchte eine Einigung mit den Herschfelder Bürgern erzielen. „Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt“, sagte der Bürgermeister.

Der Verein Volkshochschule Bad Neustadt und Rhön-Saale e.V. hat einen Zuschuss für die Erwachsenenbildung beantragt. Die Deckungslücke zwischen Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 100.000 Euro im Haushaltsjahr 2019 wird die Stadt ausgleichen.

Zur Fertigstellung des Bebauungsplanes „Helfert“ im Stadtteil Herschfeld am Mühlenweg diskutierte der Stadtrat die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Die daraus resultierenden Vorschläge werden soweit machbar in die Schlussfassung des Bebauungsplanes eingefügt.

Der beliebte Fußweg wird auch nach dem Neubau bestehen, führt dann aber links am Gebäude vorbei und nicht mehr hindurch.