RÖDELMAIER

Sparen für die staatliche Stütze

Ein idyllisches Plätzchen ist der Dorfsee von Rödelmaier geworden.

Die Gemeinde Rödelmaier möchte gern eine staatliche Stabilisierungshilfe erlangen. Dazu muss die Gemeinde aber den Willen zu einem sparsamen Umgang mit öffentlichen Geldern nachweisen. „Bei den freiwilligen Leistungen wurde das Gesamtvolumen schon um die Hälfte heruntergefahren“, berichtete Bürgermeister Michael Pöhnlein bei der Gemeinderatssitzung.

Einsparmöglichkeiten gebe es dagegen bei den Personalkosten praktisch nicht mehr, da die Gemeinde sich ohnehin schon auf niedrigstem Niveau bewege, fuhr Nikolas Harich von der VG-Bad Neustadt fort. Darüber hinaus sollen zusätzliche Einnahmequellen erschlossen werden, etwa durch den Verkauf von Grundstücken, wie er im Bereich des Klostergartens vorgesehen ist. Die Realsteuern hat der Gemeinderat ebenfalls bereits angehoben, damit seien die Möglichkeiten der Gemeinde auch schon erschöpft. Ob und in welcher Höhe nun eine staatliche Hilfe gewährt wird, stehe jedoch in der Verfügungsgewalt der zuständigen Behörden.

Kein großer Handlungsspielraum besteht angesichts der geringen Größe beim Wald. Abteilungsleiter Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten stellte die wenigen Zahlen für den kleinen Forst vor. Danach ging der Einschlag im Vorjahr von gerade einmal 25 Festmeter allein auf Borkenkäferbefall zurück. Außerdem fielen eine Reihe von Kiefern der Trockenheit zum Opfer. Die Neuanpflanzungen sind im vergangenen Jahr nahezu komplett vertrocknet, weshalb in diesem Jahr für Ersatz gesorgt werden soll.

Sorgen bereiten momentan die jetzt noch weiter absterbenden Kiefern. Angesichts der klimatischen Veränderungen sieht der Forstexperte keine Zukunft für diese Baumart in der Region. Diese Prognose ist umso bitterer, weil die Kiefer den größten Anteil der Baumarten in seinem Zuständigkeitsbereich ausmacht. Unter großem Vorbehalt errechnete Türich letztendlich für das Jahr 2019 ein kleines Defizit von weniger als 1.000 Euro.

Deutlich tiefer muss die Gemeinde für die Ausstattung der Feuerwehr in die Tasche greifen. Vor über einem Jahr hatte der Gemeinderat die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens beschlossen und dabei bis zu 45.000 Euro einkalkuliert. Von dem Betrag muss die Gemeinde etwa zwei Drittel tragen. Nachdem sich die Führung der Wehr nach einem Gefährt umgeschaut hatte, habe sich herausgestellt, dass die Kalkulation wohl zu niedrig angesetzt war, berichtete Pöhnlein. Der Gemeinderat beschloss nun, dass weitere Angebote eingeholt werden sollen und eine möglichst günstige Variante gewählt wird, die dem Gremium vor dem Kauf noch einmal vorgelegt werden müsse.

In diesem Zusammenhang bestätigte das Gremium die Kommandantenwahlen bei der Feuerwehr mit Christian Hanf als Kommandant sowie Christian Bauer und Marius Pöhnlein als Stellvertreter.

Im weiteren Verlauf stellte der Bürgermeister die Stellungnahmen zur Aufstellung eines Bebauungsplans für den Bereich „Unterm Dorf“ vor. Danach gibt es keine grundlegende Beanstandung an der Ausweisung von zwei Bauplätzen.

Ferner schloss sich das Gremium einer Initiative der NES-Allianz an, nach der in den Mitgliedsgemeinden eine einheitliche Beschilderung für historische Stätten und markante Sehenswürdigkeiten eingeführt werden soll. Die Gemeinderäte nannten daraufhin fünf Punkte, die für die Schilder in Frage kommen.

Zu guter Letzt wandte sich das Ortsoberhaupt an Tierfreunde, die sich um das Wohl von Wildenten sorgen und am erst sanierten Dorfsee fleißig Futter verteilen. Diese Fürsorge hat sich offensichtlich unter dem Federvieh herumgesprochen, sodass die Tiere bereits zu einer Plage geworden seien, weil sie das Umfeld und das Wasser verschmutzen. Der Bürgermeister bittet daher darum, von jeglicher Fütterung abzusehen oder sich etwas entfernt an die Klärteiche zu begeben, um dort die Tiere zu versorgen.