UNTEREBERSBACH / NIEDERLAUER

Parkprobleme in der Industriestraße

Bemängelt wurde, dass die zahlreichen parkenden Fahrzeuge in der Industriestraße in Niederlauer bei ...

Wenige Bürgerfragen der spärlich erschienen Bürger musste Bürgermeister Richard Knaier bei den beiden Bürgerversammlungen in Unterebersbach und Niederlauer beantworten. 47 Bürger in Unterebersbach und 37 in Niederlauer zeigten Interesse an der Gemeindepolitik.

In der Diskussion im Unterebersbacher Feuerwehrraum regte Alexander Benkert an, den Wiesenweg in Oberebersbach, der entlang der Saale führt und durch die Straßenbaumaßnahme der Saalestraße nun häufiger frequentiert wird, mit Kies aufzuschütten. Dies sagte Bürgermeister Knaier zu. „Auf alle Fälle bis Ende 2020, eher bis Mitte 2021“ beantwortete Knaier die Frage nach dem Ausbau der Saalestraße, der Hauptstraße von Oberebersbach. Probleme hinsichtlich des Brandschutzes wird auch die künftige Nutzung des „Feuerwehrkellers“ im Gemeindehaus in Oberebersbach bereiten.

Otto Lehnert wies darauf hin, dass beim Befahren der Industriestraße in Niederlauer entlang der Firma Niemeyer die rechte Seite nahezu komplett zugeparkt ist und es beim Begegnungsverkehr mit größeren Fahrzeugen eng werden könne. „Es gab bisher keinen Anlass, regulierend einzugreifen“ lautete Knaiers Antwort, der aber zusagte, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.

Geklärt wird von der Baufirma, wie während der Sperrung der Saalestraße das Entleeren der Mülltonnen gehändelt wird. Abhilfe sicherte Knaier Willibald Back zu, der auf das schadhafte Geländer am Aufgang zum Unterebersbacher Friedhof hingewiesen hatte. Karl-Heinz Holzheimer fragte mit Blick auf künftige Generationen nach, wie lange die Wasserversorgung mit dem qualitativ hochwertigen Wasser aus den eigenen Quellen bei ständig wachsender Industrie und weiteren Baugebieten noch zu meistern sei. Hier konnte Bürgermeister Knaier Entwarnung geben. „Auch im sehr trockenen Jahr 2018 gab es keine Probleme“ wies Knaier auch darauf hin, dass der Wasserverbrauch in den letzten 15 Jahren relativ konstant geblieben ist.

Günther Volkmuth merkte an, dass man den Grünplatz in den feuchten Monaten nur mit Gummistiefeln und Traktor befahren könne, da das Gelände sehr matschig sei. Dieser „unschönen Situation“ will sich Bürgermeister Knaier zwar annehmen, wies aber auch darauf hin, dass die Gemeinde diese Flächen eigentlich für den Landkreis zur Verfügung stelle. Geprüft wird, ob eine Teilbefestigung sinnvoll ist.

„Wenn Ortsfremde ihren Grünabfall bei uns abladen, kostet das die Gemeinde nicht mehr und nicht weniger Geld“ beantwortete er die Frage von Paul Knaier. „Kein Thema“ sei es bisher gewesen, wie viel jeder der drei Ortsteile zur Gewerbesteuereinnahme der Gemeinde, aus der die Investitionen getätigt werden, beitrage. 2. Bürgermeister Holger Schmitt informierte, dass die auf zwei Jahre ausgelegte Vermessung der Grundstücke im Altort von Niederlauer im Sommer fortgesetzt wird.

Christoph Knaier monierte, dass Straßenlampen auf dem Weg vom Sportheim ins Dorf teilweise nicht funktionierten und es stockdunkel sei. Dies wurde auch von einem Bürger bestätigt, der wegen Orientierungsproblemen 35 Minuten zu spät zur Bürgerversammlung erschien. „In zweiter Linie ein Problem des Überlandwerks, in erster Linie liegt es daran, dass bei vollen Auftragsbüchern keine Baufirma zu finden ist, die die Flächen aufgräbt“ nannte Knaier einen Grund.

Bei geplanten Maßnahmen in Höhe von 12 Millionen Euro in den nächsten Jahren sah Emil Schmitt eine Kreditaufnahme als unvermeidlich an. Dies wollte Knaier nicht gänzlich ausschließen, wies aber darauf hin, dass „es fahrlässig sei, bei den gewährten Förderungen und den sehr guten Möglichkeiten bei Krediten nicht in die Infrastruktur zu investieren“. Nach dem Erwerb des Hauses in der Mühlstraße, das in Kürze abgerissen wird, plant die Gemeinde die unbefriedigende öffentliche Gesamtsituation hinsichtlich Straßenbelag, Engstelle und Gestaltung zu verbessern. Die Zusage, kleinere Grundstücksflächen entlang der Straße zu erwerben, habe man zum Großteil. „Bei den wenigen restlichen Eigentümern, die nicht zustimmen, bleibt es eben, wie es jetzt ist“, so Knaier.

Auch das „Mühlgässchen“ soll weiter genutzt werden können. „Wie lauten die Planungen für ein neues Baugebiet?“ fragte Sebastian Müller. „Das Baugebiet 'Kühkirchhof' ist zwar erschlossen und würde 43 Bauplätze bieten. Die kostenintensive Verkehrsanbindung über einen Kreisel auf Höhe des Höllwegs sowie 'negative Wellen' wegen der über das Gebiet führende Stromleitung und durch die Erde gelegte Gasleitung machen es schwierig“ informierte Knaier und befürchtete, Bauplätze in der Nähe der Stromleitung schwer an den Mann/Frau zu bringen.

Geprüft wird nun eine Erweiterung des Baugebietes in Richtung Burglauer. „Man werde sich zu gegebener Zeit des Anliegens annehmen“ beantwortete Landrat Thomas Habermann das Vorhaben des Berliner Künstlers Herbert „Jimmy“ Fell, der die Bewässerung der Lauer und Saalewiesen durch die Niederläurer „Wässerring“, die Fell mit dem Bewässerungen im alten Ägypten verglich, mit einem Kunstwerk zu würdigen. (mm)