Bad Neustadt

Rosemarie Prehs familiärer Ansatz

Bei der feierlichen Gedenktafel-Enthüllung: Geschäftsführer Rui Marques Dias (Zweiter von links) und der ...

Zum Gedenken an und anlässlich des 98. Geburtstags der ehemaligen Alleingesellschafterin der Preh GmbH, Rosemarie Preh, enthüllten Geschäftsführung und Betriebsrat des Unternehmens eine Gedenktafel auf dem Firmengelände, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma.

Ehrenbürgerin von Bad Neustadt und Würzburg: Rosemarie Preh

Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes Walter Preh, dem Sohn des Firmengründers Jakob Preh, im Jahre 1971 übernahm Rosemarie Preh das Unternehmen als Alleingesellschafterin bis Mitte der neunziger Jahre. Durch persönlichen Einsatz und die Unterstützung der gesamten Mitarbeiterschaft sei es ihr gelungen, die Firma auch durch die große Krise Ende der achtziger Jahre zu führen, als das Unternehmen hochverschuldet kurz vor dem Aus stand. Ihr größtes Bestreben sei es stets gewesen, das Unternehmen und den Namen Preh zu erhalten, würdigten Geschäftsführer Rui Marques Dias sowie der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Tandler im Beisein zahlreicher Mitarbeiter die Verdienste von Rosemarie Preh.

Neben den beiden Gedenktafeln für Jakob Preh und Walter Preh wird auch das Andenken an Rosemarie Preh mit einer ...

„Als junger Mann habe ich Rosemarie Preh bei einigen Besuchen in unserem Werk in Portugal erlebt. Ihr Einsatz und der absolute Wille das Unternehmen verbunden mit dem Namen zu erhalten, war immer spürbar. Dafür wurde sie auch in Portugal sehr geschätzt“, erinnerte sich Marques Dias an die Begegnungen. Auch bei dem Vorsitzenden des Betriebsrates ist die ehemalige Firmeneignerin in positiver Erinnerung. „Sie hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer irgendwie als Familienmitglieder gesehen und sie auch so behandelt. Besonders die jungen Auszubildenden lagen ihr am Herzen. Mit der Gründung der Walter Preh Stiftung Bad Neustadt zur Förderung des Berufsnachwuchses in der Region Rhön-Grabfeld hat sie dies unterstrichen. Wir werden unserer ehemaligen Firmeneignerin immer gedenken“.

Als langjährige Stadträtin der Stadt Bad Neustadt und Kreisrätin des Landkreises Rhön-Grabfeld sowie stellvertretende Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes Rhön-Grabfeld erwarb sich Rosemarie Preh auch außerhalb der Firma großes Ansehen. Durch ihr unermüdliches Einstehen für das Unternehmen - einem der größten Arbeitgeber in der Re-gion - wurde ihr 1996 auch die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bad Neustadt verliehen.  Auch in ihrer Geburtstadt Würzburg war Rosemarie Preh Ehrenbürgerin, schließt die Pressemitteilung.

Wortlaut der Gedenktafel
 Anlässlich des 100. Unternehmensjubiläums gedenken wir Prehler voller Dankbarkeit und Hochachtung Rosemarie Preh. In den schwersten Stunden, als das Unternehmen wirtschaftlich vor dem Aus stand, bewahrte Rosemarie Preh durch Einsatz eines großen Betrages aus ihrem Privatvermögen das Lebenswerk von Jakob und Walter Preh und gab den Prehlern eine Zukunft. Möge dieses beherzte Handeln künftigen Generationen ein Beispiel sein, wenn es gilt, die Herausforderungen ihrer Zeit zu meistern. Mai 2019