Bad Neustadt

Berlin: Ein tolles Erlebnis für die Lebenshilfe

Feierliche Übergabe des Weihnachtsbaumes an Abgeordnete des Bundestages durch die Lebenshilfe Rhön-Grabfeld.

Der große Tag war endlich da. In Berlin fand die offizielle Übergabe des Weihnachtsbaumes mit dem Schmuck der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld statt. Es ist schon eine lange Tradition, dass die Lebenshilfen jedes Jahr den Christbaumschmuck für das Abgeordnetenhaus, das Paul-Löbe-Haus, herstellen und in einer Feierstunde den kunstvoll dekorierten Weihnachtsbaum an die Abgeordneten des Bundestages übergeben. In diesem Jahr wurde die Lebenshilfe Rhön-Grabfeld von Staatsministerin Dorothee Bär für diese ehrenvolle Aufgabe ausgewählt (wir berichteten). So wurde im Vorfeld fleißig gebastelt und gewerkelt und der Schmuck nach Berlin geschickt.

Schön anzusehen war der vor allem in Rot, Weiß und Blau gehaltene Baumschmuck.

Pünktlich am Donnerstag um 10 Uhr starteten Bewohner der Wohnstätten, Schüler der Herbert-Meder-Schule, Betreuerinnen, Geschäftsführung und Vorstand in einem großen Bus ins Abenteuer Berlin. Bei Dauerregen und Kälte, dafür aber in bester Laune, ging es los. Schon nach kurzer Zeit riss die Wolkendecke auf und die Sonne zeigte sich. Zur Mittagszeit konnte eine zünftige Pause mit Kaffee, Kuchen und Würstchen abgehalten werden. Dann kam schon das erste - ungeplante - Highlight. Ein Häftlingstransporter der Polizei machte gerade Halt und konnte von innen besichtigt werden. Gut gestärkt ging es voller Erwartungen weiter Richtung Berlin.

Erinnerungsfoto am Brandenburger Tor

Dorothee Bär hatte die Lebenshilfe Rhön-Grabfeld für den Baumschmuck vorgeschlagen.

Die letzte Etappe wurde für eine Generalprobe der einstudierten Lieder für die Untermalung der Feierstunde genutzt. Der extra dafür zusammengestellte Chor ließ noch mal die Lieder mit Gitarre, Querflöte, Trommel und Akkordeon erklingen. Mit einem voller Inbrunst geschmetterten „Oh Du Fröhliche“ erreichte die Gruppe am Nachmittag die Landeshauptstadt. Bevor es zum Hotel ging, wurde zunächst das Brandenburger Tor besucht, viele Erinnerungsfotos wurden gemacht. Am Abend durfte natürlich der Besuch des Weihnachtsmarktes an der Gedächtniskirche nicht fehlen. Nach dem ein oder anderen Glühwein oder Punsch ging es rechtzeitig ins Bett, um für den nächsten Tag für den Festakt, die Aufführung und die Baumübergabe frisch und munter zu sein.

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es voller Erwartungen Richtung Paul-Löbe-Haus. Dort wurde die Gruppe aus Rhön-Grabfeld freundlich von Frau Dr. Angelika Magiros von der Bundesvereinigung der Lebenshilfe in Empfang genommen. Nach erfolgreich überstandener Sicherheitsüberprüfung am Eingang durften alle ins Foyer. Und da stand er, in all seiner Pracht. Der große Weihnachtsbaum mit dem von der Lebenshilfe liebevoll gebastelten Schmuck.

Viel Lob und Begeisterung

Zugleich folgte jedoch ein Schreck. Wo waren die Rhön-Schafe? Nicht eines der mühsam gebastelten Tierchen war am Baum zu finden. Auch die schönen Geschenkpäckchen fehlten. Die herzliche Begrüßung durch die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär und Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, und die von allen Seiten an die Rhöner herangetragene Begeisterung über den tollen Baumschmuck ließen die Enttäuschung aber schnell vergessen und alle genossen die wunderbare Atmosphäre.

Der Weihnachtsbaum im Paul-Löbe-Haus im besten Festtagskleid. Nur die Rhön-Schafe fehlten.

Die letzten Vorbereitungen für den Festakt wurden getroffen, viele Hände geschüttelt und Fotos gemacht. Pünktlich um 10 Uhr begann die Feierstunde mit einem Lied des Lebenshilfe-Chores, bevor Ulla Schmidt die Besucher begrüßte und anschließend mit der Schülerin Antonia Hellwig (Herbert-Meder Schule) und Simon Felde (Bewohner der Wohnstätte Unterweißenbrunn) den Weihnachtsbaum offiziell an die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth übergab.

Ehrennadel für Annette Scheuring

Nach ihren Dankesworten und einem weiteren Lied des Chores sprach Dorothee Bär ein Grußwort und bedankte sich nochmals herzlich bei der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld für den Einsatz und die so begeisternde Mitgestaltung der Feierstunde. Zum Schluss des Programms wurde erneut sehr deutlich, wofür die Lebenshilfe und ihre Engagierten stehen: für Einsatz und Mut, Weitsicht und einen langen Atem. Denn Annette Scheuring, die seit vielen Jahren für die Lebenshilfe Rhön-Grabfeld tätig und aktives Mitglied ist, erhielt im Rahmen der Feierstunde die Silberne Ehrennadel der Lebenshilfe für ihre Arbeit mit und für Menschen mit Beeinträchtigung - eine große Überraschung für sie.

Annette Scheuring (3. von links) wurde mit der Silbernen Ehrennadel der Lebenshilfe ausgezeichnet.

Nicht nur für Annette Scheuring, sondern für alle Beteiligten der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld war es ein tolles Erlebnis, was sicher noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Nach der Veranstaltung gab es ein gemeinsames Mittagessen und Dorothee Bär nahm sich die Zeit, um viele Fragen ausführlich zu beantworten. Auch die  Besichtigung des Plenarsaales des Bundestages durfte nicht fehlen. Am Nachmittag ging es dann schon wieder Richtung Heimat, im Gepäck viele unvergesslich schöne Momente und Erinnerungen.

Auch die musikalische Umrahmung der Feierstunde lag in den Händen der Lebenshilfe Rhön-Grabfeld.
Freude über den schönen Baum und Annette Scheurings Auszeichnung bei der Lebenshilfe.