Bad Neustadt

Dem Rhön-Gymnasium für immer auf das Engste verbunden

Der ehemalige Leiter des Rhön-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Paul Hohmann, verstarb im Oktober im Alter von 88 Jahren.

Langsam sprach sich in Bad Neustadt die traurige Nachricht herum: Der ehemalige Leiter des Rhön-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Paul Hohmann, ist im Oktober im Alter von 88 Jahren gestorben. Hohmann leitete das Rhön-Gymnasium seit November 1971, am Ende des Schuljahres 1989/90, nach knapp 19 Jahren, trat er in den Ruhestand.

Nach dem Erwerb des Abiturs am Gymnasium in Münnerstadt studierte er Mathematik und Physik für das höhere Lehramt in Würzburg, bevor er nach seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer und stellvertretender Leiter am Münnerstädter Gymnasium zum Leiter am Gymnasium in Bad Neustadt ernannt wurde.

Zahlreiche Herausforderungen und ein neuer Name

Der neue Schulleiter hatte sich schon bald zahlreichen Herausforderungen zu stellen, unter anderem der Einführung der Kollegstufe am Gymnasium (1975) und der Planung und Erstellung des Erweiterungsbaues, denn die Schülerzahl war auf über 1000 gestiegen. Im Mai 1979, zum 50. Jubiläum der Wiedergründung der Schule, bekam sie den neuen Namen "Rhön-Gymnasium".

Den Lehrern und Schülern schenkte er die Freiräume zum persönlichen Engagement und eigenständigen Handeln. Hohmann gab Gelegenheit, Interessen und Talente zu entfalten. Er schärfte  auch das Schulprofil. In seiner Zeit wurden Theateraufführungen, musikalische Veranstaltungen, Einkehrtage, Studientage und Betriebsbesichtigungen ebenso selbstverständlich wie der Schüleraustausch mit den Partnerstädten Pershore und Falaise sowie die Schülerbesuche aus den USA. Aus ihnen entwickelte sich bald ein weiterer Schüleraustausch.

Gleich nach der Grenzöffnung Kontakte geknüpft

Für OStD. Hohmann war es auch ein Anliegen, gleich nach der Grenzöffnung mit den Erweiterten Oberschulen Meiningen und Schleusingen Kontakt aufzunehmen und nach gegenseitigen Besuchen schließlich mit der EOS Meiningen gemeinsame Studientage durchzuführen.

Mit unermüdlichem Fleiß und setzte er sich nicht nur für die Schulfamilie ein, sondern ebenso für die Volkshochschule Bad Neustadt, die er 18 Jahre lang, von 1972 bis 1990, als 1. Vorsitzender mit großer Akkuratesse leitete und sie durch ein erweitertes, vielseitiges Angebot besonders attraktiv machte.

OStD. Hohmann sah in der Erziehung und Bildung der Jugend seine Aufgabe. Seine Tätigkeiten dienten dem Ziel, der Schulfamilie "die notwendige Wechselbeziehung von Freiheit und Pflicht zur Leistung und den Willen zu verantwortungsvollem Handeln" einsichtig zu machen (vgl.  Dr. L. Benkert im Jahresbericht 1989/90). Als guter Menschenkenner unterstützte er seine Kollegen im selbstverantwortlichen Handeln, ohne jemals seine schützende Hand zu verweigern. Doch er stellte sich nie in den Mittelpunkt, blieb im Auftreten zurückhaltend und dezent.

OStD. Paul Hohmann war ein wahrhaft humanistisch gebildeter Mensch. Wegen seiner noblen Haltung den Mitmenschen gegenüber, die er stets vorbildlich mit Respekt und Achtung behandelte, gewann er großes Ansehen und Vertrauen. Er verstarb am 19. Oktober und wurde im engsten Familienkreis bestattet.