Heustreu

Heustreuer Kindertagesstätte "Mittendrin" bald mit eigener App

Ausgelastet und finanziell auf stabilen Beinen steht die Kindertagesstätte "Mittendrin" in Heustreu gut da.

Vier Wochen lang war die Kindertagesstätte "Mittendrin" zu schwierigsten Coronazeiten komplett geschlossen. Mittlerweile läuft der Betrieb und vor allem die Betreuung der Kinder wieder, wenn auch immer noch mit Einschränkungen. Die Heustreuer Kita ist derzeit komplett ausgebucht, Anfragen reichen bereits bis ins Jahr 2022. Der Gemeinderat nahm die jährlichen Erfolgsmeldungen aus der Kita wohlwollend zur Kenntnis, mahnte aber gleichzeitig, die Zukunft der Kinderbetreuung auf Ebene der Verwaltungsgemeinschaft und darüber hinaus nicht aus den Augen zu verlieren.

Derzeit werden 81 Kinder in der Kindertagesstätte "Mittendrin" betreut, davon 57 in den beiden Kindergartengruppen und 24 in zwei Krippengruppen. Damit ist die Kita nach wie vor voll ausgelastet, wie Geschäftsführer Volker Müller dem Gemeinderat erläuterte. Und daran wird sich auch in den kommenden beiden Jahren nichts ändern, die Nachfrage, so Müller, sei nach wie vor sehr hoch. Vor allem der verstärkte Zuzug von Neubürgern sorgt für hohen Betreuungsbedarf. Wobei die Kids nicht allein aus Heustreu kommen. Aus den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft ebenso wie aus Mittel- und Oberstreu, Strahlungen und Münnerstadt kommen Kinder in die Kita, wo insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Betreuung sorgen.

Personalkosten liegen bei über 600 000 Euro

Da verwundert es nicht, dass die Personalkosten mit 600 665 Euro den größten Posten in der Jahresbilanz 2019 darstellen. Bei einem Gesamtumsatz von 709 690 Euro. Geschäftsführer Volker Müller bekam von der Gemeinde auch bei der diesjährigen Vorstellung der Zahlen ein großes Lob, erwirtschaftete die Kita doch ein kleines Plus von 15 716 Euro im vergangenen Jahr. Auf dem Erfolg ausruhen ist aber weder Volker Müllers Sache, noch die der neuen Leiterin Diana Kraus, die sich weiterhin für eine stetige Fortbildung ihres Teams einsetzt. Auch die Kommunikation mit den Eltern soll auf moderne Füße gestellt werden. Durch die Erfahrungen zu Zeiten des Lockdowns kündigte Diana Kraus eine Kita-Info-App an, um schon bald mit den Eltern auf kürzestem Wege mithilfe eines modernen Mediums kommunizieren zu können.

Die Gemeinderäte Christian Hahn und zweiter Bürgermeister Markus Werner brachten eine mögliche Erweiterung durch eine dritte Kindergartengruppe oder bauliche Veränderungen in die Diskussion ein. Man sei im Gespräch, bestätigte Volker Müller. Die hohe Nachfrage auf VG-Ebene und darüber hinaus könne aber nicht allein von der Kita in Heustreu befriedigt werden, auch nicht nach möglichen baulichen Erweiterungen. "Sonst haben wir bei uns irgendwann 150 bis 180 Kinder in der Kita", so Müller. "Und das geht nicht!"

Mehr Kita-Plätze auf Ebene der Verwaltungsgemeinschaft

Bürgermeister Ansgar Zimmer bestätigte die Überlegungen nach mehr Kita-Plätzen auf Ebene der Verwaltungsgemeinschaft. Dem Team der Kita "Mittendrin" zollte der Bürgermeister Respekt: "Unsere Kita läuft hervorragend!"

Ansgar Zimmer gab in der Sitzung des Gemeinderates einen kurzen Überblick bezüglich der voranschreitenden Arbeiten im Dorfzentrum. In diesen Tagen wird das Gerüst im großen Saal zurückgebaut und Estrich- wie Verputzarbeiten zu Ende geführt. Geländer mit Glaselementen sind eingebaut, der Parkettleger hat seine Arbeit aufgenommen und auch im Außenbereich hat das Gerüst schon bald weitestgehend seinen Dienst getan. Einzig die Türzargen bereiten den Planern derzeit etwas Kopfzerbrechen. Die wurden bei einem Hersteller in Italien bestellt. Dort ging allerdings monatelang in Folge der Coronakrise gar nichts voran. Die Bestellung ist nach wie vor nicht in Heustreu eingetroffen.

Ausschilderung wurde ausnahmsweise genehmigt

Ein Verkehrsleitsystem hat die Gemeinde Heustreu in den vergangenen Jahren erfolgreich im Dorf installiert. Unternehmen dürfen aber keine Hinweisschilder im Dorf aufstellen. Eine Ausnahme gibt es jetzt für die private Pflege-Wohngemeinschaft am Michaelsberg. Nach der Vorstellung des Unternehmens durch Inhaber Andreas Balling sowie den Leiter des Pflegedienstes Teresis, Kai Kummer, beschloss der Gemeinderat, eine Ausschilderung ab der Wetterstraße ausnahmsweise zu genehmigen. Grund hierfür: Navigationssysteme leiten Besucher und vor allem Rettungsdienste bei der Anfahrt zu der Wohngemeinschaft in regelmäßigen Abständen falsch.

Ansgar Zimmer äußerte ein großes Dankeschön an alle Helfer der Michaelsbergaktion. Mit 40 Teilnehmern kamen so viele, wie in den letzten Jahren nicht mehr. Angekündigt hat der Bürgermeister auch einen neuen Gemeindearbeiter: Der frühere Gemeinderat Karlheinz Zirkelbach wird ab August einen Job als Gemeindearbeiter wie als Hausmeister für die Festhalle aufnehmen.