Bischofsheim

Kapellenstraße in Oberweißenbrunn bekommt einen neuen Kanal

Die Kapellenstraße in Oberweißenbrunn soll einen neuen Kanal bekommen.

In der Kapellenstraße in Oberweißenbrunn muss der Kanal neu verlegt werden, um bestehende Schäden zu beheben und das Eindringen von Fremdwasser zu beenden. "Alles muss raus" erklärten Bürgermeister Georg Seiffert und die geschäftsführende Beamtin Ulla Sippach in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Was bedeutet, dass der komplette Kanal zu erneuern ist und damit auch die Straße.

Allerdings sei es nicht möglich, ein Trennsystem für Abwasser und Oberflächenwasser anzulegen, da die Weiterleitung über die Geigensteinstraße kein geteiltes Kanalsystem zulasse. Dies sei bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Oberweißenbrunn versäumt worden. Da nun voraussichtlich das Niederschlagswasser weiterhin in den Mischwasserkanal eingeleitet wird, sei nur ein kleiner Teil der Maßnahme förderfähig.

Aus Kostengründen nicht machbar

Der Vorschlag der Stadträte, eine direkte Ableitung des Oberflächenwassers in die Brend zu erstellen, sei schon geprüft worden, erläuterte der Bürgermeister. "Wir müssten über privat bebaute Grundstücke, das ist nicht möglich." Die weitere Alternative, über die Geigensteinstraße bis zur Mühlackerstraße und zur Brend einen zweiten Kanal zu legen, sei aus Kostengründen verworfen worden. Dennoch waren die Stadträte der Ansicht und baten zu prüfen, ob in der Kapellenstraße ein Trennsystem angelegt werden könnte, um bei späteren Sanierungen der Geigensteinstraße handlungsfähig zu sein.

Auf die Anlieger kommt möglicherweise die Erneuerung ihrer Hausanschlüsse zu, je nachdem in welchem Zustand diese diese befinden. Auch bekommt jedes Grundstück nur noch einen Hausanschluss. Die Stadt Bischofsheim verlegt bis zur Grundstücksgrenze, auf Privateigentum ist der Inhaber verantwortlich.

Gesamtkosten liegen bei 1,3 Millionen Euro

Im Zuge der Baumaßnahme wird die Kapellenstraße ein neues Gesicht bekommen. Das Pflaster könne nicht mehr verlegt werden, so dass die Straße künftig asphaltiert wird, informierte der Bürgermeister. Punktuelle Kanalrenovierungen sind in Bischofsheim in der Kissinger Straße und Neustädter Straße sowie beim Campingplatz notwendig. Für die Maßnahmen in Oberweißenbrunn und Bischofsheim wird mit Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro gerechnet.

Weitere 1,3 Millionen Euro sollen in ein neues Regenüberlaufbecken auf dem Gelände der Kläranlage Unterweißenbrunn investiert werden. Das vorhandene Rechteckbecken weise gravierende Bauschäden auf. Eine Bauzustandsanalyse führte zu dem Ergebnis, dass es nicht saniert, sondern durch ein neues ersetzt werden muss. Es sind drei Varianten mit einer Kostenvergleichsrechnung erstellt worden: Der Ersatzbau als Rechteckbecken oder Rundbecken sowie die Instandsetzung des vorhandenen Beckens. Als wirtschaftlichste Lösung wird der Neubau eines Rechteckbeckens angesehen, dem hat auch das Wasserwirtschaftsamt zugestimmt. Das Vorhaben ist grundsätzlich förderfähig. Die positiven Stadtratsbeschlüsse für die Kanalerneuerung und Kanalsanierungen sowie das neue Regenüberlaufbecken waren eine Voraussetzung, um einen Zuwendungsantrag beim Wasserwirtschaftsamt stellen zu können.

Neue Telefonanlage für das Rathaus

Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde bekannt gegeben, dass über die Deutsche Telekom für das Bischofsheimer Rathaus eine neue Telefonanlage für 15 220 Euro beschafft werden soll. Für das Anwesen Färberzwinger in Bischofsheim wurde der Erneuerung der Werbeanlage zugestimmt. Zu Beginn des Jahres hatten die Stadträte die angenehme Aufgabe, den erhaltenen Spenden zuzustimmen. 100 Euro betrafen das Richtfest der Rhönhalle in Frankenheim und 200 Euro bekam die Stadt Bischofsheim als Zuwendung für die städtische Bücherei.

Die Stadt Bischofsheim fördert private Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet "Altstadt" mit einem Kommunalen Förderprogramm. Die Stadt selbst bekommt hierfür Zuschüsse über die Regierung von Unterfranken aus dem Städtebauförderprogramm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung". Um diese sicherzustellen, muss zuvor ein Zuwendungsantrag gestellt werden. Für das Jahr 2021 werden 300 000 Euro, für die Folgejahre 2022 und 2023 jeweils 150 000 Euro beantragt.

Alle Jahre wieder müssen die Ladenöffnungszeiten für Sonn- und Feiertage für den Weiler Kreuzberg und für die Altstadt innerhalb des Stadtmauerrings festgelegt werden. Für den Kreuzberg gilt an diesen Tagen die Zeit von 10 bis 18 Uhr, für Bischofsheim 11.30 bis 17 Uhr. Lukas Keßler wurde vor einem Jahr zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Frankenheim gewählt. Den vorgeschriebenen Lehrgang "Leiter einer Wehr" konnte er bisher, aufgrund der Corona-Pandemie, nicht besuchen. Die Stadträte stimmten der Fristverlängerung um ein weiteres Jahr zu.