Bad Neustadt

Neuer Standort für die Gedenktafeln am Neustädter Friedhof

Noch befinden sich die aus Muschelkalk gefertigten Tafeln zum Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege an der ...

Die groß angelegte Sanierung des Friedhofs Altstadt geht derzeit voran. Ob jedoch auch die Aussegnungshalle wie geplant in diesem Jahr saniert wird, will die Stadt im Laufe des Jahres noch entscheiden. Damit einhergehend musste der Stadtrat aber schon jetzt darüber befinden, wo künftig die drei Tafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege künftig aufgestellt werden.

Das Stadtbauamt plädierte für einen neuen Standort an der Außenmauer hin zur Goethestraße. Stadträtin Rita Rösch (SPD) schlug einen Platz unweit der kleinen Kapelle vor. Eine Idee, die Anne Zeisner (CSU) aber nicht gefiel, da dieser Bereich schon den wertvollen historischen Grabsteinen vorbehalten sei. Letztlich entschied sich der Stadtrat trotz dreier Gegenstimmen auf einen neuen Standort an der Außenmauer des Friedhofs. Die Vorbereitungen hierfür müssen schon jetzt getroffen werden. Der Umzug der Tafeln aus Muschelkalk erfolgt aber erst, wenn die Aussegnungshalle saniert wird.

Entscheidung über Neubau einer Tagespflege mit Sozialstation zurückgestellt

Zurückgestellt hat der Stadtrat eine Entscheidung über einen Bauantrag der Wolf-Haus GmbH für den Neubau einer Tagespflege mit Sozialstation in der Straße "Am Weichselrain" unweit des Point Centers und des Schlachthofs. Der Bauantrag war bereits im vergangenen Jahr Thema im Stadtrat. Die aktualisierten Planungen wurden in reduzierter Form vorgelegt. Dennoch will der Stadtrat erst über mögliche Konsequenzen nachdenken, die mit dem Standort des Schlachthofes zusammenhängen. Dieser dürfe in Anbetracht der gegenwärtigen Diskussion auf Bundesebene nicht in seinem Bestand – auch für die Zukunft nicht – gefährdet werden.

Einstimmig beschlossen hat der Stadtrat die Sanierung des Abwasserkanals in der Valentin-Rathgeber-Straße auf einer Länge von ca. 500 Metern. Die Maßnahme wird im sogenannten "geschlossenen Verfahren" durchgeführt. Das bedeutet, dass die Straße nicht für die Maßnahme aufgerissen werden muss. Stattdessen wird ein Schlauch in den Kanal eingeführt, der mit Licht ausgehärtet wird. Die Standfestigkeit des ausgehärteten Schlauchs kommt dem einer zentimeterdicken Betonschale gleich, betonte Martin Holland-Nell vom Abwasserzweckverband Saale-Lauer, der die Maßnahme im Stadtrat erläuterte. Kosten für die Sanierung: 252 100 Euro. Die Arbeiten werden zeitnah ausgeschrieben.

Das Steueränderungsgesetz aus dem Jahre 2015 sollte zum kommenden Jahr von der Kämmerei umgesetzt werden. Da dies jedoch laut Kämmerer Andreas Schlagmüller tiefgreifende Änderungen in der Abrechnung notwendig macht, wurde eine im Zuge der Corona-Pandemie mögliche Verlängerung der Umsetzung bis Anfang 2023 in Anspruch genommen.