Ostheim

Ostheim: "Hand in Hand" das Nicolhaus unterstützen

Kinder des Nicolhaus wirkten beim Benefizkonzert zugunsten ihrer Einrichtung selbst mit und verzauberten die ...

Am Wochenende beim „Genussvollen Adventsmarkt“ konnte man Bummeln und Schlemmen und auch gleichzeitig etwas für den guten Zweck tun. Das Kommunalunternehmen (KU) Tourismus und Marketing der Stadt hatte eigens ein Benefizkonzert unter dem Motto „Hand in Hand“ zugunsten des Willmarser Kinderheimes „Nicolhaus“ organisiert. Am Sonntagvormittag hatten erfreulich viele Besucher den Weg in die St. Michaels-Kirche gefunden.

Die KU-Vorsitzende Susanne Orf strahlte, als sie in die Bankreihen blickte. Das große Gotteshaus war gut gefüllt. Das ließ schon einmal auf gute Spendeneinnahmen hoffen.

Den Kindern aus dem Nicolhaus direkt etwas Gutes tun

Die Zahlen sind alarmierend: Laut statistischem Bundesamt haben deutschlandweit 95 582 Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Gründen ihr Zuhause in einem Heim, 48 davon im „Nicolhaus“ in Willmars. „95 582 – das ist nicht nur eine Zahl, da stehen Menschen, Geschichten und Leben dahinter“, stimmte Orf bei der Begrüßung nachdenklich. 5,2 Millionen Euro werden jährlich von Privathaushalten gespendet, 20,8 Prozent davon für Kinder, wie die KU-Vorsitzende wusste. Mit dem Konzert in St. Michael gab es die Gelegenheit, betroffenen Kindern direkt vor Ort etwas Gutes zu tun. Eine Spende, bei der man auch weiß, wo sie ankommt.

Orf als Ideengeberin der Aktion hatte sieben Gruppen und Einzelpersonen als Mitwirkende für die Benefiz-Veranstaltung gewinnen können. „Und auch Kinder aus dem Heim selbst beteiligten sich an dem Konzert. 1000 Euro Erlös hatte sich Orf als Ziel gesetzt und mit ihren Kolleginnen der Tourist-Info gewettet, dass man diesen Betrag zusammenbringt. Das sollte eigentlich nicht so schwer sein.

Fröhliche und berührende Beiträge wechseln sich ab

„Wenn jeder Besucher auch nur den Gegenwert eines Glühweines, das sind 2,50 Euro, spendet oder den kleinsten Schein, den er in seinem Geldbeutel mit sich trägt, dann habe nicht nur ich meine Wette gewonnen, sondern alle“, animierte die KU-Vorsitzende die Konzertgäste dazu, ihren Beitrag für die gute Sache zu leisten.

Schließlich durften sich die Zuhörer an einem abwechslungsreichen Konzert mit einem von den Akteuren getreu dem Motto „Hand in Hand“ liebevoll dargebotenen Programm mit fröhlichen wie auch unter die Haut gehenden Beiträgen erfreuen.

Max Seifert glänzte mit seinem Blues am Vibraphon.

„ffortissimo“, das Jugendorchester der Stadtkapelle Ostheim unter der Leitung ihres jungen Dirigenten Julian Weber stimmte mit flotter Blasmusik ein. Organist Elias Mack aus Mellrichstadt wusste mit festlichen Stücken wie „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und „Macht hoch die Tür“ zu verzaubern und Max Seifert demonstrierte eindrucksvoll, wie man dem Vibraphon mitreißende Klänge des Blues entlockt.

Von den Kindern des „Nicolhaus“ überraschte Michelle mit ihrer gefühlvollen Eigenkomposition „Das Licht in der Nacht“ am Klavier. Weitere Bewohner der Einrichtung waren mit von der Partie. So ein Flötentrio, das weihnachtliche Melodien, wie „Jingle Bells“ anstimmte und eine Gruppe mit dem Adventsgedicht von den „Vier Kerzen“, das von Frieden, Glauben, Liebe und Hoffnung handelt.

Gänsehaut-Gefühl kommt auf

Mit „Kinder tragen Licht ins Dunkel“ und „Kommt wir ziehen in Frieden“ bereicherte der Chor der Udo-Lindenberg-Mittelschule Mellrichstadt (Leitung Kerstin Sauer, Instrumentalbegleitung Bastian Reukauf an der E-Gitarre) das Programm. Antonia Schmitt aus Rüdenschwinden, in der Region bekannt als Leadsängerin der Band „Mucke“, trat mit ihrer Mutter Natascha als Gesangsduett auf.

Bei den gefühlvoll vorgetragenen Stücken wie „Halleluja“ und „Amazing Grace“ kam richtig Gänsehaut-Feeling auf. Prima in das Programm passte auch die Ostheimer Kinderbuchautorin Catharina Kümmeth (Clas), die ihre Geschichte „In einer Zeit vor Weihnachten“ vortrug.

Am Ende wurden alle Mitwirkenden mit stürmischem und nicht enden wollendem Applaus für eine Stunde voller Lichtblicke bedacht. Wie Susanne Orf war Gregor Koob, der kommissarische Leiter des Kinderheimes, sichtlich bewegt vom großen Zuspruch der Besucher. „Ich bin sehr froh und dankbar“, sagte Koob und versicherte, dass die Spenden auf jeden Fall für einen guten Zweck der Kinder Verwendung finden werden.

„ffortissimo“, das Jugendorchester der Stadtkapelle Ostheim unter der Leitung von Julian Weber, eröffnete das ...

Susanne Orf dankte allen Akteuren und den Besuchern, Pfarrer Andreas Biesold und der ev. Kirchengemeinde für die Zurverfügungstellung des Gotteshauses sowie Stadtmusikmeister Walter Bortolotti, der mitgeholfen hatte, das Programm zusammenzustellen. Und zu guter Letzt galt der Dank den Mitarbeiterinnen der Tourist-Info für die Unterstützung bei der Organisation des Konzertes.