Fladungen

Stadtrat: Junge Menschen in Fladungen dürfen nicht länger feiern

Die Grundschule in Fladungen wird umgebaut und erweitert. Während des Baus hat sich gezeigt, dass der Estrich in der ...

Stadtratssitzung oder Bürgerversammlung? In der jüngsten Sitzung des Fladunger Stadtrates gab es mehrfach zu unterschiedlichen Tagesordnungspunkten für Zuhörer die Möglichkeit, zu den Themen Stellung zu nehmen. Am Ende der nahezu dreistündigen Sitzung war es den Stadträten dann doch zu viel und einer weiteren Wortmeldung aus der Zuhörerschaft wurde nicht zugestimmt.

Der Antrag der Bullstalljugend zur Verkürzung der Sperrzeit von 3 auf 3.30 Uhr für die Veranstaltung "Soundmas" am 14. Dezember lag dem Gremium bereits in der Sitzung Anfang November vor.  Damals wurde in Aussicht gestellt, dass der Stadtrat den Antrag, den Stadtrat Rüdiger Sebold im Namen der Bullenstalljugend gestellt hatte, befürworten werde, wenn das Landratsamt und die Polizeiinspektion Mellrichstadt mitgehen. Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten verlas die Stellungnahme der Polizeiinspektion, in der eine Verkürzung der Sperrzeit abgelehnt werde, da es sich hier um einen Präzedenzfall handele. Befürchtet werde, dass dann auch andere Vereine der Umgebung einen solchen Antrag stellen werden. Auch das Landratsamt befürworte eine Sperrzeitverkürzung nicht.  

In der Diskussion ging es um den Vorwurf einer "Obrigkeitshörigkeit" und die Frage, was für Fladungen sinnvoll ist. Aus den Reihen der Zuhörer gab ein Vertreter der Bullenstalljugend zu bedenken, dass die Gäste aus Thüringen nicht mehr nach Fladungen kommen würden, wenn die Party schon so früh zu Ende sei. Der Antrag wurde letztlich mit acht Gegenstimmen abgelehnt. Die Sperrzeit wird nicht verkürzt. Die Bürgermeisterin sicherte der Bullenstalljugend zu, dass es nicht gegen die Jugend gerichtet sei, die sich bewährt habe.

Neukalkulation der Wasser- und Abwassergebühren

Die Neukalkulation der Wasser- und Abwassergebühren wurde bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung Ende November vorberaten, so dass in der öffentlichen Sitzung nur noch das Ergebnis bekannt gegeben  und der Beschluss gefasst wurde. Die Wassergebühren bleiben im neuen Kalkulationszeitraum 2020 bis Ende 2023 unverändert bei 1,99 Euro pro Kubik, ebenso wie die Grundgebühren, die je nach Größe des Wasserzählers bei 72 Euro, 240 Euro und 360 Euro Pro Jahr liegen. Unverändert bleiben auch die Kosten für einen Gartenwasserzähler mit 18 Euro, das größere Modell kostet neu 36 Euro im Jahr. Ein Bauwasserzähler für ein Einfamilienhaus kostet 125 Euro pro Baumaßnahme. Neu sind die Kosten von 250 Euro beim Bau eines Mehrfamilienhauses. Die Abwassergebühren werden ab 1. Januar von 1,41 Euro auf 1,64 pro Kubik erhöht. Die Grundgebühr wird um 60 Prozent erhöht auf 72 Euro, 240 Euro und 480 Euro je nach Größe des Wasserzählers.

Ein Fahrgerüst für den Bauhof

Für den Bauhof der Stadt Fladungen ist die Anschaffung eines Fahrgerüsts notwendig. Der Auftrag wurde an die Baywa, Bad Neustadt erteilt. Die Kosten wurden in der öffentlichen Sitzung nicht genannt.

Fördermittel für Grünabfallplätze

Der Landkreis Rhön-Grabfeld bietet Unterstützung und Fördermittel bei der Sanierung und Neugestaltung von Grünabfallplätzen an. Die Stadträte sahen das Vorhaben allerdings kritisch. Andreas Hoch befürchtete erhebliche Kosten: "Ein Fass ohne Boden und das für Grünabfall." Letztlich einigten sich die Stadträte, dass die Verwaltung beim Landratsamt Rhön-Grabfeld nähere Informationen einholt, mit welchen Kosten die Stadt bei einer Sanierung zu rechnen habe. Andreas Hoch lehnte dieses Vorgehen ab und wollte namentlich ins Protokoll aufgenommen werden.

Bauanträge

Zugestimmt wurde dem Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in der Gutsstraße 1 in Weimarschmieden sowie dem Bauantrag zur Erweiterung einer Lagerhalle in der Bahnhofstraße in Fladungen.

Schadhafter Estrich in der Sporthalle

Durch das Architekturbüro Messerschmitt wurde die Verwaltung informiert, dass der ursprünglich verbleibende Estrich in der Sporthalle nun doch entfernt werden müsse. Während des Baus habe sich gezeigt, dass er zum Teil starke Risse aufweise, erklärte die Bürgermeisterin. Bereits in der nichtöffentlichen Sitzung sei das Thema diskutiert und befürwortet worden. Die Firma Bautenschutz Wehner wurde mit dem Ausbau des schadhaften Estrichs in der Sporthalle beauftragt. Kosten wurden öffentlich nicht genannt.