FUßBALL KREISLIGA RHÖN

TSV Hausen kommt nicht zum Zug

Maximilian Mosandl vom TSV Großbardorf II (rechts) geht gegen den Hausener Johannes Orf ins Dribbling.

Fußball

Kreisliga Rhön

 

VfL Spfr. Bad Neustadt – TSV Trappstadt 0:2  
FC Reichenbach – TSV Steinach 1:1  
TSV Rannungen – Spfr. Herbstadt 1:3  
Burgwallbach/Leutersh. – Urspringen-Sondh./Rh. 1:1  
FC Westheim – DJK Wülfershausen 5:1  
TSV Großbardorf II – TSV Hausen 4:1  
TSV Trappstadt – FC Strahlungen 2:1  
FC Bayern Fladungen – VfL Spfr. Bad Neustadt 7:1  

 

 

1. (1.) FC Westheim 22 14 4 4 66 : 30 46  
2. (2.) TSV Rannungen 23 14 0 9 44 : 36 42  
3. (3.) FC Strahlungen 23 13 2 8 53 : 38 41  
4. (6.) TSV Großbardorf II 22 12 4 6 42 : 24 40  
5. (4.) TSV Steinach 23 11 6 6 38 : 24 39  
6. (5.) SV Burgwallbach/Leutersh. 23 11 6 6 44 : 33 39  
7. (7.) Spfr. Herbstadt 23 11 6 6 39 : 28 39  
8. (8.) TSV Bad Königshofen 22 10 3 9 34 : 39 33  
9. (9.) FC Bayern Fladungen 22 10 2 10 47 : 39 32  
10. (10.) FC Reichenbach 22 8 5 9 36 : 43 29  
11. (11.) TSV Trappstadt 21 8 4 9 32 : 28 28  
12. (12.) DJK Wülfershausen 21 6 3 12 36 : 47 21  
13. (14.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 22 3 7 12 19 : 49 16  
14. (13.) VfL Spfr. Bad Neustadt 22 4 3 15 17 : 50 15  
15. (15.) TSV Hausen 21 1 5 15 28 : 67 8  

 

VfL Sportfreunde Bad Neustadt – TSV Trappstadt 0:2 (0:1). Mit solchen Leistungen wie am Freitagabend wird es für die Gastgeber schwer, die Relegationsrunde, geschweige denn den Klassenerhalt zu schaffen. Auf den dürfen die Schützlinge von Daniel Werner („Ich bin natürlich zufrieden“) dagegen mehr denn je hoffen. In den Hofwiesen wurde diesmal zwar auf dem Hauptplatz gespielt, doch der heimische Coach Bernd Sitzmann sah sich vor dem alten Leid: „Mein Kader schmilzt immer mehr zusammen, jetzt fällt wohl auch Julian Hölzer wegen eines Bänderrisses länger aus“. Auf der Bank saß nur ein Ersatzspieler (Kevin Lausenmeyer), der mitansehen musste, wie die Gäste sofort das Kommando übernahmen und in Lukas Häpp einen Spielmacher von Format besaßen, der die Stürmer immer wieder gut einsetzte. Besonders das Flügelspiel funktionierte. Nach Freistoßflanke von Häpp köpfte Peter Hutzler, der Abräumer vor der Abwehr, das Leder auf die Latte (11.). Nachdem Seufert überhastet einen gute Chance vergeben hatte (19.), gingen die Gäste in Führung, als nach einer Flanke von Jonas Böckler Hutzler die Kugel unhaltbar für Benedikt Kolb ins Toreck setzte. Die Platzherren versuchten sich zwar am Ausgleich, doch im Spielaufbau gab es viel Stückwerk, Pässe wurden zu ungenau geschlagen, weswegen die Angreifer Marek Buchowski und Alexander Ortloff in der Luft hingen. „Die Spieler bemühen sich“, so Sitzmann, „aber es reicht derzeit nicht“.

Nach der Pause dominierte wieder die Elf aus dem Grabfeld das Geschehen, der eingewechselte Philipp Rudbach war ein ständiger Unruheherd. Nachdem er bei einer verunglückten Flanke (58.) die Latte erzittern ließ, schlug er eine Minute später zu: Nach einem Steilpass zog er auf und davon, sein Flachschuss aus halblinker Position bedeutete das 2:0. In der 90. Minute dann ein besonderer Moment: Timo Sitzmann wurstelte sich von der Mittellinie bis zum Strafraum durch, sein Schuss, der Keeper Felix Häpp zu einer Parade zwang, war die erste und auch schon letzte nennenswerte Torgelegenheit. „Früher wäre er drin gewesen“, so Timo Sitzmann, „aber meine ,Altersschwäche' hat das verhindert“, nahm er die Aktion mit Galgenhumor. Der VfL blieb in diesem Freitag-Spiel zum sechsten Mal in Folge ohne Torerfolg.

Tore: 0:1 Peter Hutzler (21.), 0:2 Philipp Rudbach (59.).

FC Reichenbach – TSV Steinach 1:1 (0:0). Das Unentschieden scheint für die Reichenbacher hinsichtlich des angestrebten Klassenerhaltes von größerem Vorteil zu sein als für die Gäste, die bei einem Derbysieg näher an Platz zwei herangerückt wären. Gegen eine tief stehende Heimelf waren die Schützlinge von Michael Voll („Es wäre heute mehr möglich gewesen“) vor dem Seitenwechsel optisch überlegen. Voll markierte die Führung für die Gäste, schon zwei Minuten später glich Simon Trägner aus.

Tore: 0:1 Michael Voll (52.), 1:1 Simon Trägner (54.).

TSV Rannungen – Sportfreunde Herbstadt 1:3 (1:1). Den ersten Treffer im Spiel erzielten die Rannunger durch Martin Herbig, weil sich der Gäste-Torhüter und ein Verteidiger im Strafraum behinderten. Postwendend erzielten die Herbstädter nach einem Freistoß aber den Ausgleich. Mathias Leicht stand am langen Pfosten völlig frei und nickte ein. Vier Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als Bernd Warmuths Flanke Lukas Krieger fand, der den Ball volley ins rechte Eck schweißte. „Ein wunderschönes und unhaltbares Tor“, fand Rannungens Sprecher Ludwig Berninger, dessen Mannschaft in der Schlussviertelstunde „ins offene Messer lief“, als Pascal Fritz nach Vorlage von Marco Lurz nach einem Konter aus spitzem Winkel zum Endstand traf. „Im Großen und Ganzen war das ein verdienter Herbstädter Sieg“, fasste Berninger die Partie zusammen.

Tore: 1:0 Martin Herbig (28.), 1:1 Mathias Leicht (31.), 1:2 Lukas Krieger (49.), 1:3 Pascal Fritz (76.).

FC Westheim – DJK Wülfershausen 5:1 (3:1). Dass seine Truppe tatsächlich den Durchmarsch in die Bezirksliga schaffen könnte, das bereitet Maximilian Schaub ganz gewiss keine schlaflosen Nächte. „Wir haben jetzt noch sechs Spiele und schauen, was dann raus kommt. Nächste Woche wird es wieder schwer bei der SG Urspringen, die wie Wülfershausen um den Klassenerhalt kämpft. Solche Gegner sind nicht einfach zu spielen, bei denen geht es um alles“, weiß der FC-Abteilungsleiter.

Und nimmt es im stillen Kämmerlein sicher breit grinsend zur Kenntnis, dass die Konkurrenz im Titelkampf regelmäßig patzt, Was Schaub einzig störte, war der von ihm vergebene Strafstoß nach Foul an Yanik Pragmann, „dann hätten wir eher Ruhe gehabt gegen Wülfershäuser, die sich nie aufgegeben haben.“ Das freilich genügte nicht, um an der Saale zu punkten. Früh hatten die Westheimer durch das Kopfballtor von Fabian Martin vorgelegt, ehe der Gast durch Ronny Roggatz egalisierte, ebenfalls nach einem Standard. Aber die FC-ler können sich eben auf Yanik Pragmann verlassen, der einmal mehr den Unterschied machte mit je einem Treffer vor und nach der Pause, jeweils nach schöner Einzelaktion erzielt. Zum 3:1-Pausenstand getroffen hatte David Böhm mit einem direkt verwandelten Freistoßball ins Torwarteck, ehe der FC-Spielertrainer auch zum Endstand traf nach einem Zuspiel von Daniel Wendel.

Tore: 1:0 Fabian Martin (16.), 1:1 Ronny Roggatz (32.), 2:1 Yanik Pragmann (39.), 3:1 David Böhm (43.), 4:1 Yanik Pragmann (81.), 5:1 David Böhm (90.). Gelb-Rot: Oliver Balling (89., DJK). Besondere Vorkommnisse: Lukas Bier (Wülfershausen) hält Foulelfmeter von Maximilian Schaub (60.).

SV Burgwallbach/Leutershausen – SG Urspringen-Sondheim/Rh. 1:1 (0:0). Wieder kein Sieg für die Überraschungsmannschaft der Vorrunde, aber ein im Vergleich zu den letzten Wochen relativ zufriedener und entspannter SV-Trainer Alexander Leicht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ohne fünf Spieler des Stammpersonals, allen voran Benedikt Floth und Marcel Mölter, ohne Pascal Diemer, dessen Sperre per Hiobsbotschaft am Samstag auf drei Spiele verlängert wurde, mit einer zusätzlichen Verletzung von Alex Bühner und ohne den in diesem Spiel vom Platz geflogenen Denis Vogel. „So betrachtet bin ich mit der sonstigen Disziplin der Mannschaft und in Anbetracht der guten Leistung der Gäste, die für mich in der Besetzung nicht absteigen werden, nicht einmal unzufrieden. Wir haben defensiv gespielt und als Mannschaft geackert“, was auch ein 0:0 zur Pause einbrachte. „Es war gewiss kein gutes Spiel mit wenig bis fast keinen Torchancen.“

Nach dem Seitenwechsel gingen die Gastgeber sogar wieder einmal in Führung. Es war aber ein richtiges Dusel-Tor. Bei einem als Flanke gedachten 40-m-Freistoß durch Freund und Feind hindurch schlug ein Verteidiger am 5-m-Raum über den Ball. Der Torwart war überrascht und der Ball kullerte über die Linie. Torschütze war somit der Freistoßschütze Janis Vöth. Und weil bei den Hausherren nicht schon genug Leute ausfallen, schwächte sie Denis Vogel, der mit einer roten Karte wegen Tätlichkeit nur zwei Minuten später vom Platz flog. „Dadurch haben wir den Gegner stark gemacht und uns geschwächt gerade in der Phase, in der wir kurzfristig an unserem ersten Sieg nach der Winterpause schnupperten.“ In der 53. Minute brannte es schon mal lichterloh im SV-Strafraum. Keeper Yannik Borchardt entschärfte gerade noch einen 10-m-Schuss. Der Ball kullerte aufs leere Tor zu, zwei Gästespieler hinterher. Der eine verstolperte den Ball, der kurz vor der Linie noch geklärt werden konnte. Leicht: „Wir haben dann nur noch verteidigt, Urspringen hat alles probiert, aber wir standen bis zur 70. Minute recht gut. Dann wehrte unser Keeper einen 20-m-Aufsetzer nach vorne ab, und Fritz Hey erzielte den Ausgleich.“

Tore: 1:0 Janis Vöth (46.), 1:1 Fritz Hey (70.). Rot: Denis Vogel (48., SV, Tätlichkeit).

TSV Trappstadt – FC Strahlungen 2:1 (1:0). Beim TSV Trappstadt sollte auf den Kuchen vom Sieg am Freitag beim VfL Spfr. Bad Neustadt am Sonntag das Sahnehäubchen kommen. Ein Punkt war die Zielvorgabe, drei wurden es und somit eine richtige Haube. TSV-Sprecher Michael Bader berichtete von einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel, in dem die Gäste aber von den Chancen her nur deren zwei zusammenbrachten, wobei die zweite von David Noack aber auch beinahe den Ausgleich gebracht hätte. Die Gastgeber kamen dagegen bis zur Halbzeit schon auf „drei dicke Dinger“.

So scheiterte Sebastian Schirling nach Vorarbeit von Sebastian Wagner mit einem 10-m-Schuss am FC-Keeper Johannes Bömmel, der vorzüglich parierte. Nach der unmittelbar folgenden Ecke von Lukas Häpp stieg Peter Hutzler am höchsten und köpfte an den Innenpfosten, die Tür zum 1:0 war aber immer noch nicht aufgestoßen. In der 39. Minute war es weit: Ein Diagonalball von Sebastian Schirling erreichte Sebastian Wagner. „Der machte es überragend, nahm ihn in der Luft an und spielte mit derselben Aktion seinen Gegenspieler aus, schoss an den Pfosten und Marcel Dittmann staubte ab zum Halbzeitergebnis.“ Chancen habe sich Strahlungen, so Bader, bis dahin nicht erspielt. Kaum waren die Fans aus dem warmen Sportheim wieder draußen, erzielte der eingewechselte Tim Krais das 1:1, „die kalte Dusche für uns. Bei einer Flanke von links nutzte Krais einen Stellungsfehler von Jonas Schultheis und schweißte aus zehn Metern den Ball zum Ausgleich ins Eck.“ Schon eine Minute später hätte Dittmann die erneute Führung erzielen können, scheiterte aber am überragenden Schlussmann Bömmel. Das 2:1 gelang aber dennoch wenig später nach einem Schirling-Freistoß aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten. Jonas Böckler und Peter Hutzler kreuzten und Hutzler überwand Bömmel mit einem Kopfball. In der Schlussphase warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne und kamen zu jener Riesen-Chance von David Noack. Den erreichte mutterseelenallein vor dem Tor eine Flanke. Noack köpfte genau dahin, wo TSV-Keeper Felix Häpp vom Pfosten zurück kam: genau in die Arme. „Das hätte der Ausgleich sein müssen, der vielleicht etwas unverdient gewesen wäre“, so Bader.

Tore: 1:0 Marcel Dittmann (39.), 1:1 Tim Krais (48.), 2:1 Peter Hutzler (54.).

TSV Großbardorf II – TSV Hausen 4:1 (1:1). Das Spiel, das die Bayernligareserve des TSV Großbardorf letztlich deutlich mit 4:1 gegen das Schlusslicht TSV Hausen gewann, hätte auch ganz anders enden können. In der Anfangsphase hatte das Team von Rainer Graumann jede Menge Möglichkeiten, um ihren 1:0-Vorsprung weiter auszubauen. Diesen Führungstreffer erzielte Andreas Vierheilig bereits nach vier Minuten, als er nach einer Eingabe von Sebastian Jackisch das Leder über die Linie drückte. Pech hatten die Gäste vier Minuten später, als Sebastian Jakisch nur das Aluminium traf. Noch einmal war es Sebastian Jakisch, der das 2:0 hätte erzielen müssen, aber er scheiterte an Bardorfs Schlussmann Manuel Schmidt. Das war aber nicht die einzige Parade von Schmidt, der noch einmal sein Können bei einer Doppelchance der Gäste zeigte. „In der ersten Halbzeit hat nur er uns im Spiel gehalten“, bekam er ein Sonderlob von Hausherren-Trainer Markus Bach, der mit der Leistung seiner Spieler in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht einverstanden war, während Graumann den vergebenen Chancen nachtrauerte. „Bei diesen Hochkarätern muss das Match schon nach 20 Minuten entschieden sein.“ Wie man es macht, bewiesen die Hausherren, die mit ihrer ersten Chance gleich das 1:1 durch Julius Büttner erzielten. Das 2:1 durch einen herrlichen 25 m-Kracher von Benjamin Diemer war dann nach 65 Minuten schon die Entscheidung, denn die Kräfte der Gäste ließen immer mehr nach. So konnte Mosandl noch zweimal Hausens Keeper Sven Thoma überwinden. Erst schob er einen Büttner-Querpass mühelos ein, dann traf er vom Elfmeterpunkt aus.

Tore: 0:1 Andreas Vierheilig (4.), 1:1 Julius Büttner (23.), 2:1 Benjamin Diemer (65.), 3:1 4:1 Maximilian Mosandl (71., 81./Foulelfmeter). Gelb-Rot: Maximilian Orf (73., Hausen).

FC Bayern Fladungen – VfL Spfr. Bad Neustadt 7:1 (4:1). Der FC Fladungen feierte einen 7:1-Kantersieg gegen die total überforderten Schützlinge von Trainer Bernd Sitzmann. „Wir haben vom Anpfiff weg gezeigt, dass wir die Hausherren sind und haben das Match über die gesamten 90 Minuten eindeutig dominiert. Auch durch den Treffer der Gäste zum 3:1 haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Insgesamt hatten die Gäste unserem Schwung wenig entgegenzusetzen“, beurteilte Fladungens Sprecher Matthias Panthen diese einseitige Partie, in der die Gäste mit den sieben Gegentoren seiner Meinung nach noch gut wegkamen. Natürlich spielte der schnelle Führungstreffer durch Jannik Weiß, der auf diese Art gleich drei Mal einnetzte, den Hausherren in die Karten. Als ein Abwehrspieler der Gäste das Leder gegen Christopher Goldbach verlor und dieser das 2:0 erzielte, war das Spiel nach 25 Minuten schon zugunsten der Platzherren gelaufen. Besonders schön war der Treffer zum 4:1-Halbzeitstand durch Maximilian Sebold, der seinen Sololauf aus der eigenen Hälfte heraus aus 20 Meter genau ins äußerste Eck erfolgreich abschloss.

Tore: 1:0 Jannik Weiss (7.), 2:0 Christopher Goldbach (24.), 3:0 Jannik Weiss (27.), 3:1 Felix Nöth (29.), 4:1, 5:1 Maximilian Sebold (38., 56.), 6:1 Jannik Weiss (64.), 7:1 Aaron Leutbecher (86.).