FUßBALL KREISLIGA RHÖN

Respektvoll den Hut ziehen

Nach dem 2:2 beim an diesem Wochenende spielfreien SV Burgwallbach I/Bad Neustadt (Mitte Pascal Memmler) empfängt ...

Fußball

Kreisliga Rhön

 

1. (1.) SV Ramsthal 2 2 0 0 7 : 1 6  
2. (2.) SV Riedenberg 2 1 1 0 8 : 2 4  
3. (3.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 2 1 1 0 5 : 4 4  
4. (4.) FC Strahlungen 1 1 0 0 3 : 0 3  
5. (5.) FC Rottershausen 2 1 0 1 7 : 5 3  
6. (6.) TSV Steinach 1 1 0 0 3 : 1 3  
7. (7.) TSV Trappstadt 1 1 0 0 1 : 0 3  
8. (8.) TSV Großbardorf II 2 1 0 1 3 : 5 3  
9. (9.) TSV Bad Königshofen 1 0 1 0 2 : 2 1  
10. (10.) FC Reichenbach 1 0 1 0 1 : 1 1  
11. (11.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 2 0 1 1 0 : 1 1  
12. (12.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 2 0 1 1 1 : 6 1  
13. (13.) Spfr. Herbstadt 1 0 0 1 0 : 1 0  
14. (14.) DJK Wülfershausen 1 0 0 1 1 : 3 0  
15. (15.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 2 0 0 2 4 : 8 0  
16. (16.) FC Bayern Fladungen 1 0 0 1 1 : 7 0  

 

Samstag, 10. August, 15 Uhr:

TSV Steinach – TSV Großbardorf II

Samstag, 10. August, 16 Uhr:

TSV Trappstadt – SV Ramsthal

Sonntag, 11. August, 15 Uhr:

FC Reichenbach – SG Urspringen-Sondheim/Rhön

(in Urspringen)

Spfr. Herbstadt – FC Fladungen

(in Irmelshausen)

TSV Bad Königshofen – FC Rottershausen

Oerlenbach/Ebenhausen – FC Strahlungen

(in Ebenhausen)

DJK Wülfershausen – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen

 

 

TSV Steinach – TSV Großbardorf II

Voll des Lobes über diesen TSV Steinach 2019/20 war der Trainer der DJK Wülfershausen, Rudi Koob, am Sonntag nach der 1:3-Heimniederlage gegen den Vorjahresaufsteiger. Der seine Premieren-Saison als Tabellenfünfter mit 49 Punkten abschloss. Die Mannschaft von Spielertrainer Michael Voll ließ sich weder daheim noch auswärts von vermeintlich großen Namen beeindrucken und spielte einen selbstbewussten Kombinationsfußball. Da nur ein Spieler seine Laufbahn beendete und zwei Jugendspieler zum Kader stießen, darf mit der gleichen Qualität und Emotionalität gerechnet werden. „Nach vorne sind sie sehr stark“, befand Koob, „aber hinten sind sie anfällig. Sie haben aber immer irgendwo einen Fuß dazwischen gebracht.“

Wie gewonnen, so zerronnen: Das ist das Fazit der ersten beiden Spiele der Boardfer Reserve. Der 3:2-Erfolg gegen einen starken Aufsteiger FC Rottershausen sollte der Grundstein für eine starke Saison sein. Postwendend folgte die 0:3-Niederlage in Strahlungen, und schon ist man wieder geerdet. Potenzial für die vorderen Plätze hat der Kader von Trainer Markus Bach, sofern die Mannschaft die Möglichkeit bekommt, sich zu finden und aneinander zu gewöhnen. Nach zwei Spieltagen sind Prognosen jedweder Art eh verfrüht und entbehren profunder Grundlagen. Vermuten lässt sich allerdings, dass nicht viele Tore fallen, wenn sich beide Teams so begegnen wie in der vorigen Saison. Da blieben die Boardfer ohne Sieg, Steinach gewann ein Mal 1:0, das andere Spiel endete 0:0.

TSV Trappstadt – SV Ramsthal

Schon wieder ziert mit dem SV Ramsthal eine Mannschaft aus dem Nachbarlandkreis Bad Kissingen die Tabellenspitze der Kreisliga Rhön, nachdem in der vergangenen Saison Aufsteiger Westheim der direkte Durchmarsch von der Kreisklasse in die Bezirksliga gelungen war. Diese Truppe von Trainer Tim Härterich ist aber keine Unbekannte und betritt auch kein Neuland in dieser Liga, weil sie seit Jahren zwischen den Spielkreisen Rhön und Schweinfurt 1 hin und her geschoben wird. Zumindest aufhorchen lässt erst einmal, dass sie mit einem 1:0-Sieg beim Rhön-Zweiten Spfr. Herbstadt ihren Einstand feierte und letzten Sonntag der SG Urspringen-Sondheim/Rh. mit 6:1 das Fell über die Ohren zog.

Martin Beck, der neue Trainer des TSV Trappstadt, erfuhr von seinen Spielern, dass man schon lange keinen Saisonstart mit einem Sieg (1:0 in Rannungen), noch dazu mit einem Auswärtssieg hatte, schon gar nicht in der Kreisliga. „Diese drei Punkte zum Auftakt waren sehr wichtig. Mit Ramsthal kommt einer der Mitfavoriten. Ich habe sie am ersten Spieltag in Herbstadt gesehen, da sind sie sogar etwas schlampig mit den Chancen umgegangen. Es ist unser erstes Heimspiel und wir wollen uns natürlich nicht verstecken. Jonas Böckler ist noch im Urlaub, dafür kommt mit René Lang eine weitere Alternative zurück. Wir sind guten Mutes, dass wir nicht leer ausgehen werden“, so Beck. Besonders beeindruckt ist er neben den bekannten Größen beim TSV von Sebastian Wagner und Hannes Bauer. „Ich kenne die jungen Kerls ja noch nicht so lange. Aber sie haben ein Wahnsinns-Potenzial. Es fehlt ihnen manchmal noch etwas Mut. Da ist noch Luft nach oben.“

FC Reichenbach – SG Urspringen-Sondheim/Rhön

Beim FC Reichenbach hat sich nach der vergangenen Saison, die nach schwierigem Beginn noch einen respektablen Verlauf und ein gutes Ende mit dem frühzeitigen Klassenerhalt (11./36) fand, eine Menge getan. Mit Marcel Klug übernahm ein neuer Spielertrainer die Regie. Auch der neue Co-Trainer Johannes Katzenberger spielt noch selber mit. Zwei mitspielende Trainer, noch dazu beide im Mittelfeld: Eine interessante und spannende Konstellation, die nicht alltäglich ist. Wenn das bisher einzige Spiel der Teutonen ein Indiz für die Stärke der Mannschaft sein sollte, steht den Gästen aus der Rhön eine Herkules-Aufgabe bevor. Reichenbach erkämpfte beim Bezirksliga-Absteiger Riedenberg ein 1:1, der eine Woche später 7:1 in Fladungen gewann. Und selber verlor Urspringen in Ramsthal mit 1:6.

„Unser Gegner war eine Klasse besser als wir“, redet SG-Trainer Markus Herbert gar nicht drum herum. „Wir haben das Spiel abgehakt und konzentrieren uns auf das nächste.“ Vom Gegner meint er, dass „es eine sehr gute Mannschaft ist, die offensiv sehr viel Qualität hat. Um dort was mitnehmen zu können, müssen wir, jeder Einzelne, 120 Prozent geben, aber das werden wir auch. Leider fehlen uns fünf Mann wegen Urlaubs, aber wir haben trotz allem eine schlagkräftige Truppe, die alles versuchen wird.“

Sportfreunde Herbstadt – FC Fladungen

Sportfreunde-Trainer Martin Naber sieht zumindest in Einem Gemeinsamkeiten seiner Mannschaft mit der von FC-Trainer Matthias Stumpf:

Sie sind genau so wie wir mit einer Niederlage gegen eine gute Mannschaft gestartet. Weshalb ich davon ausgehe, dass beide in diesem Spiel drei Punkte holen wollen, wir auf jeden Fall.“ Die beiden Trainer an sich haben aber noch etwas gemeinsam: Sie sehen vom Typ und Charakter her den richtigen Weg in der goldenen Mitte. Sie heben nicht ab im Erfolgsfall und drehen nicht durch, sondern bewahren die Ruhe, wenn?s mal nicht so gut läuft.

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Auftritt eine gute Leistung abliefern. Fladungen ist ja eine Wundertüte, da man nie weiß, wer bei ihnen aufläuft. Vor allem auf Goldbach und Weiß müssen wir aufpassen. Bei uns stehen noch einige Fragezeichen hinter einigen Spielern, ob sie spielen können.“

FC-Coach Matthias Stumpf wurmte zwar die Höhe der 1:7-Niederlage gegen Riedenberg im ersten Saisonspiel. Er wusste aber auch die Gründe richtig einzuordnen und richtete den Blick schnell nach vorne auf die nächste Aufgabe. „Riedenberg war zum Einen sehr stark. Eine halbe Stunde lang haben wir ja noch gut mitgehalten, dann ist uns ein Fehler unterlaufen. Als das dritte Tor gleich hinten drauf kam, hat?s halt seinen Lauf genommen und wir waren relativ chancenlos. Aber für dieses Spiel sieht es personell nicht besser, sondern noch schlechter aus. Wir müssen halt schauen, dass wir über den August kommen und hoffen, dass die Leute, die uns ausfallen, zurück kommen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.“

TSV Bad Königshofen – FC Rottershausen

Wie der Aufsteiger aus der Kreisklasse Rhön 2, der FC Rottershausen, wirklich einzuschätzen ist, dazu gibt die reine Statistik keine schlüssige Auskunft. Zwei Spiele, eine Niederlage und ein Sieg, 7:5 Tore, Platz 5. Am besten wissen sie es selber, die Spieler und ihr Spielertrainer Alexander Schlott, weil es zwei sehr gute Fußballspiele waren. Zum Auftakt machten sie dem TSV Großbardorf II bei ihrer 2:3-Niederlage das Leben schwer. Den Mitaufsteiger Oerlenbach/Ebenhausen schlugen sie mit 5:2. Dort, wo der FC jetzt steht, im vorderen Drittel, darf man mit ihm auch auf Dauer rechnen.

Dort war der TSV Bad Königshofen in den letzten Jahren bis aufs vergangene auch Stammgast. Dessen Trainer Bernd Knahn muss man nicht explizit vor diesem Gast warnen. Er weiß dessen Stärke ebenso genau einzuordnen wie die Leistungsfähigkeit seiner eigenen Mannschaft. Wer auf der BFV-Seite die Namen der Mannschaft las, die beim Meisterschafts-Mitfavoriten SV Burgwallbach I/Bad Neustadt einen Punkt (2:2) gewann, muss, sofern er die Aufstellungen der vergangenen Saison in Erinnerung hat, respektvoll den Hut ziehen. Knahn spricht allgemein von einer Entwicklung der Mannschaft, für die dieser Punkt Mut machen sollte, ohne ihn überzubewerten. Ein Sonderlob verdiene zum Beispiel Torwart Steffen Werner, der eigentlich erst gar nicht konnte, dann aber mit seinen 45 Jahren den Finger-verletzten Andi Hoffmann tadellos vertrat. Auch die beiden vormaligen B-Klasse-Spieler Daniel Hellmuth und Bastian Endres aus Kleinbardorf sind auf dem besten Sprung, den Anforderungen dieser drei Stufen höheren Liga zu entsprechen. „Wir haben den Punkt durch wahnsinnig viel Laufarbeit und Kämpfen verdient, müssen aber unsere Fehler minimieren.“

SG Oerlenbach/Ebenhausen – FC Strahlungen

Mit einem Erfolgserlebnis ist der FC Strahlungen in die neue Saison gestartet. Den klaren 3:0-Sieg gegen den TSV Großbardorf II hatte in der Deutlichkeit wohl keiner erwartet. Obwohl dem neuen Trainer Oliver Schönwiesner mit Joachim Seit, Markus Mellenthin und Felix Beck gleich drei Spieler ausgefallen waren, schickte er eine starke Mannschaft aufs Feld, die den Gästen nach deren Auftaktsieg die erste Niederlage zufügte. Dennoch meinte es das Schicksal nicht sonderlich gut mit Schönwiesner: Seit und Mellenthin werden wahrscheinlich zurückkehren. Aber Beck fällt weiterhin aus. Und mit Marco Nöth zog sich ein Leistungsträger eine schwere Knieverletzung zu, die eine Operation und einen langen Ausfall zur Folge haben wird.

Vom kommenden Gegner, der seine beiden ersten Spiele verlor, kennt der FC-Coach den Spielertrainer Thorsten Büttner als einen „Fuchs, der sich mit Sicherheit etwas einfallen lassen wird. Überhaupt ist die Saison noch jung und noch nicht aussagekräftig. Daher werden wir unseren Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Wir werden personell wieder etwas umstellen müssen, aber alles dafür tun, um an unsere Leistung anknüpfen zu können.“ Dass man mit starker Gegenwehr wird rechnen müssen, weiß man.

DJK Wülfershausen – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen

Die DJK-Mannschaft und Trainer Rudi Koob starteten letzten Sonntag mit einer 1:3-Heimniederlage in die Saison. Bloß nicht schon wieder Abstiegskampf wie in der vergangenen Runde, lautet die Devise, weshalb im zweiten Heimspiel hintereinander eine zweite Niederlage der Stimmung einen gehörigen Dämpfer versetzen könnte. „Steinach war der erwartet schwere Gegner“, relativiert Koob. „Wir sind aber auch zu nervös gestartet und erst allmählich besser ins Spiel gekommen. Obwohl sie hinten anfällig sind, konnten wir kein Tor erzielen.“ Latte, Pfosten und das Pech in verschiedenen Situationen hatten etwas dagegen. Zudem verletzte sich David Mayer. „Ich hoffe aber, dass es nichts Schlimmes ist und er am Sonntag wieder fit ist.“

Kaum zufriedener dürfte der Trainer der Gäste, Klaus Seufert, mit dem Saisonstart seiner Mannschaft sein. Als man sich mit einem 0:0 in Urspringen zufrieden geben musste, fehlte ihm eine halbe Mannschaft an verletzten Spielern. Nun ist auch das Heimspiel gegen Trappstadt (0:1) vorbei und der einst so gefährliche Angriff hat immer noch kein Tor erzielt. Fragt sich, ob jener Benjamin Kaufmann, der inzwischen in Großbardorf spielt, so viel Anteil an der Offensive hatte. Koob lässt sich aber nicht täuschen. „Die sind ebenso unzufrieden wie wir und müssen gegen uns eigentlich unbedingt gewinnen. Ich erwarte deshalb einen hochmotivierten Gegner. Da müssen meine Jungs alles raus hauen und voll dagegenhalten. Je länger wir das 0:0 halten, umso mehr Räume müssten sich für uns ergeben. Dann gilt es, vor dem Tor effektiver zu sein als letzten Sonntag. Als Sportler will man zwar immer gewinnen. Ich würde aber ein Unentschieden auch unterschreiben.“