FUßBALL KREISLIGA RHÖN

Großbardorf II hat die Zügel in der Hand

Der Herbstädter Markus Jeger (rechts) setzt sich im Kopfballduell mit Steven Schranz (Großbardorf II) energisch durch.

Fußball

Kreisliga Rhön

 

TSV Trappstadt – DJK Wülfershausen 1:0  
SV Ramsthal – Burgwallbach I/Bad Neustadt 1:1  
Rannungen/Pfändh./Holz. – FC Bayern Fladungen 0:2  
SG Urspringen-Sondh./Rh. – FC Strahlungen 0:1  
TSV Steinach – TSV Bad Königshofen 2:2  
Spfr. Herbstadt – TSV Großbardorf II 0:2  
SV Riedenberg – SG Oerlenbach/Ebenhausen 6:0  
SV Ramsthal – FC Reichenbach 4:2  
DJK Wülfershausen – Burgwallbach I/Bad Neustadt 1:2  
TSV Trappstadt – FC Rottershausen 5:1  

 

 

1. (3.) TSV Trappstadt 7 6 1 0 14 : 2 19  
2. (2.) SV Ramsthal 8 5 2 1 24 : 13 17  
3. (4.) TSV Großbardorf II 7 5 1 1 16 : 9 16  
4. (5.) SV Riedenberg 6 4 2 0 24 : 6 14  
5. (1.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 7 4 1 2 15 : 6 13  
6. (6.) FC Strahlungen 7 4 1 2 19 : 12 13  
7. (8.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 7 3 2 2 13 : 11 11  
8. (9.) TSV Steinach 7 2 2 3 15 : 15 8  
9. (7.) FC Rottershausen 6 2 1 3 14 : 16 7  
10. (10.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 6 2 1 3 9 : 11 7  
11. (11.) Spfr. Herbstadt 7 2 1 4 8 : 13 7  
12. (12.) FC Reichenbach 7 1 2 4 8 : 18 5  
13. (16.) FC Bayern Fladungen 6 1 1 4 5 : 17 4  
14. (13.) SG Oerlenbach/Ebenhausen 7 1 1 5 8 : 25 4  
15. (15.) TSV Bad Königshofen 6 0 3 3 6 : 15 3  
16. (14.) DJK Wülfershausen 7 0 2 5 11 : 20 2  

 

Sportfreunde Herbstadt – TSV Großbardorf II 0:2 (0:0). Es sah sehr lange in diesem sehenswerten Grabfeld-Derby nach einer Punkteteilung ohne Tor aus. Fußball auf Augenhöhe muss nicht durch die gleiche Art Fußball zu spielen zustande kommen. In dieser Partie hatte die Mannschaft von Trainer Markus Bach von der Spielanlage her vielleicht die klareren Strukturen. Der Ball wurde nicht mit langen Bällen nach vorne transportiert. Da waren Spielzüge zu sehen, wie sie bei den Galliern als Spiel-Philosophie von der F-Jugend bis in die Bayernliga-Mannschaft hinein geschult werden.

Demgegenüber warfen die Herbschter Tugenden mit hinein, mit denen man auch solche Vergleiche, in denen man spielerisch leicht unterlegen ist, erfolgreich bestehen kann. Nur vorne spielte Dominik Firnschild gezwungenermaßen, auch durch die Personalsituation bedingt, die Rolle des Alleinunterhalters und rieb sich zudem durch seine Mithilfe bis ins tiefe Mittelfeld mit auf. Manuel Leicht (14.) prüfte Spfr.-Keeper Thomas Kneuer mit einem Distanzschuss, weil es mit Kombinationsfußball kein Durchkommen gab. Wenig später war das Führungstor der Herbschter unterwegs, als Dominik Firnschilds Heber über Verteidiger samt Torhüter Richtung leeres Tor rollte, ehe ein anderer Verteidiger doch noch klären konnte.

So dauerte es bis zur 75. Minute, die Boardfer hatten jetzt mehr als in der ersten Halbzeit die Zügel fest in der Hand, und es fiel doch noch das 1:0. Eine Flanke, Sergej Nistor war ganz weit mit aufgerückt und gab als Zweiter bei einem Doppel-Kopfball dem Ball die Richtung ins Netz. Natürlich öffneten jetzt die Gastgeber, gingen höheres Risiko, um das Blatt doch noch zu wenden, fingen dabei aber einen Konter ein, den der laufstarke Benjamin Diemer an der Mittellinie aufnahm und bis zum Abschluss nicht mehr eingeholt werden konnte.

Tore: 0:1 Sergiu Nistor (75.), 0:2 Benjamin Diemer (84.).

TSV Trappstadt – DJK Wülfershausen 1:0 (1:0). Zwei Bemerkungen vorweg: Der TSV Trappstadt übernahm zwar mit diesem Sieg am Freitagabend die Tabellenspitze. Wie ein Tabellenführer spielte er aber nicht, zumindest nicht in der Offensive. Während die DJK Wülfershausen viel besser als ein potenzieller Abstiegskandidat auftrat, aber dennoch allmählich ihr Spiel und ihren Kampfgeist mit Punkten selber belohnen muss, wenn sie es nicht werden will. Und zweitens: In diesem Derby ging es ja wirklich schon um einiges. Besonders hervorzuheben ist deshalb, dass es ein überaus faires Spiel war, sich die zwei Mannschaften mit Respekt vor der Leistung und der Gesundheit des Gegners begegneten. Weil drittens ein Schiedsrichter, Kai Steinmetzer, als natürliche Autorität die Zügel in der Hand hatte, kein bisschen autoritär, eher kollegial, mit viel Akzeptanz auf und neben dem Spielfeld bedacht. Da saß jeder Pfiff, jedes Wort, jeder Blick. Und man hatte den Eindruck, er würde das Spiel ohne Trillerpfeife genau so lautlos über die Bühne bringen.

Entschieden wurde die Partie durch ein Tor, wie man es oft in der Kreisliga sieht, schon in der 17. Minute. Von einem Daniel Leicht, der sich eigentlich schon mal von der Kreisliga (in Herbstadt) wieder nach Gabolshausen verabschiedet hatte. Durch die SG mit dem TSV II kam es doch zum Comeback. Und für dieses Tor hätte der „Miro“ selbst von seinem Spitz-Namensgeber Miroslav Klose ein Lob bekommen. Mit vollem Risiko nahm er einen abgewehrten Ball zwei Meter außerhalb des Strafraums volley mit leichter Seitlage. Und so wie der wie ein Strich im Netz landete, hätte keine Briefmarke zwischen Pfosten und Handschuhe von DJK-Keeper Lukas Bier gepasst. Großartig auch die Parade seines Torhüter-Kollegen Felix Häpp bei einem Freistoß von Ronny Roggatz (29.) über die Mauer Richtung Torwarteck. Der ist überhaupt nur haltbar, wenn der Keeper spekuliert.

Das waren dann aber auch schon die herausragenden Ereignisse dieser 90 Minuten. An denen sich erfreuen konnte, wer auch eine gute Abwehrleistung zu schätzen weiß: Die der Gastgeber in der zweiten Halbzeit, die eindeutig von der Koob-Elf aus Wülfershausen dominiert wurde, allerdings ohne herausragende Chancen. Dafür stand die 1-Gegentor-TSV-Abwehr mit der Kette Böckler/Hutzler/Werner/Schultheis bombensicher, assistiert mitunter vom Rest der Mannschaft bei Bedarf. Diesen gab es zunehmend, Entlastung durch Gegenangriffe immer weniger. Eine Punkteteilung wäre gewiss das gerechtere Ergebnis gewesen.

Tor: 1:0 Daniel Leicht (17.).

SV Ramsthal – SV Burgwallbach I/Bad Neustadt 1:1 (0:0). Am Freitagabend musste der SV Ramsthal die Tabellenführung erst einmal abgeben, weil er gegen die Gäste nicht zur gewohnten Form fand. Letztlich war die Punkteteilung sogar glücklich. Schon vor dem späten Ausgleichstreffer hätte der SV Burgwallbach I/Bad Neustadt den Dreier sicher stellen können. In einer zerfahrenen Auseinandersetzung, in der es kaum sehenswerte Angriffsaktionen gab, hatte Benedikt Floth, der zuvor von Ersatzkeeper Christian Hänelt von den Beinen geholt wurde, die Führung auf dem Fuß. Doch der Gäste-Torjäger jagte das Leder vom Elfmeterpunkt nur in Richtung Fangzaun.

20 Minuten später deutete der schwer beschäftigte Unparteiische im gegnerischen Strafraum auf den Punkt, nachdem SV-Keeper Yannic Borchardt den Alleingang von Fabian Willacker unsanft gebremst hatte. Der von Nico Morper getretene Elfer war allerdings für den Goalie zu unplatziert getreten. Als zu Beginn des zweiten Durchgangs Jonas Wirsing mit einem Schrägschuss in den Winkel die Gäste-Führung besorgte, löste dies Hektik bei den Gastgebern aus, worunter deren Spielaufbau litt.

Unter Mithilfe der Gästedeckung – drei Verteidiger hatten die Möglichkeit, das Leder vor dem einlaufenden Harry Bayer aus der Gefahrenzone zu befördern – fiel doch noch der späte Ausgleich. Es folgten hektische Minuten, die in zwei Ampelkarten mündeten. „Ich bin froh, dass wir nicht verloren haben“, kommentierte SV-Trainer Tim Herterich den Spielausgang.

Tore: 0:1 Jonas Wirsing (52.), 1:1 Harald Bayer (86.). Gelb-Rot: Benedikt Floth (90.), Daniel Beker (90.+3, beide Burgwallbach I/Bad Neustadt). Besondere Vorkommnis: Benedikt Floth (Burgwallbach I/Bad Neustadt) verschießt Foulelfmeter (23.); Nico Morper (Ramsthal) scheitert mit Foulelfmeter an Yannic Borchardt (43.).

SG Urspringen-Sondheim/Rhön – FC Strahlungen 0:1 (0:0). Nach ihrer zweiten Heimniederlage in Folge nähert sich die SG Urspringen-Sondheim/Rhön wieder der gefährdeten Region. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, fiel das Fazit des SG-Sprechers Jürgen Umla aus. Der FC Strahlungen sei einen „kleinen Tick besser gewesen“, räumte er weiter ein. „Aber die größere Anzahl an Chancen lag auf unserer Seite.“ Umla verlieh der Partie das Prädikat „fair bei flottem Tempo und gutem Niveau“. Dass der Hausherr letztlich leer ausging, dafür sorgte Manuel Hein mit seinem goldenen Treffer in der 67. Minute: Nach einer Flanke in den Rücken der Abwehr war Hein zur Stelle und schob das Leder in die Maschen. Urspringen-Sondheim/Rhön. hatte bei seinen Möglichkeiten zwei Mal Pech (Verteidiger klärte vor der Linie) bzw. fand in FC-Keeper Johannes Bömmel seinen Meister. Auf der Gegenseite konnte sich auch SG-Schlussmann Louis Kümmeth einige Mal auszeichnen.

Der Gastgeber ging forsch, unerschrocken und mit viel Einsatz ans Werk. Zwei Mal lag das 1:0 in der Luft: beim Kopfball von Martin Felsburg (12./Verteidiger klärte vor der Linie) und beim Schuss von Felix Umla (15./knapp vorbei). Die Antwort auf der Gegenseite lieferten die Strahlunger mit einem 17-m-Freistoß, den Louis Kümmeth mit einer Glanzparade zur Ecke lenkte (30.). Erneut auf der Höhe zeigte sich Kümmeth bei einem gefährlichen Schuss (43.).

Die zweite Halbzeit hätte mit einem Paukenschlag beginnen können: Bei einem Kopfball rettete ein Gästeverteidiger erneut auf der Linie (46.). Und wenig später lenkte der FC-Torwart das Leder nach einem Schuss von Felix Umla zur Ecke. Auch in der Folge lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Im Anschluss fehlte indes die Genauigkeit bzw. zeigten sich die Torhüter hellwach. Bis auf die eine, spielentscheidende Ausnahme.

Tor: 0:1 Manuel Hein (67.).

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – FC Bayern Fladungen 0:2 (0:0). Es ist wie verflixt beim FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen. Immer wenn die Möglichkeit zum Sprung an die Tabellenspitze besteht, leistet er sich einen unerklärlichen Aussetzer. „Dabei hatte ich gehofft, dass wir nach der starken Vorstellung am Mittwochabend im Toto-Pokal gegen die Westheimer mit Rückenwind in diese Partie gehen würden“, sagte FV-Coach Klaus Seufert.

Doch dann verschliefen die Gastgeber die erste Halbzeit komplett. Der mit zwei Defensivketten agierende Gast ließ sich nicht locken und setzte auf Konter über die einzige Sturmspitze Christopher Goldbach. „Zudem hat uns der vergleichsweise kleine Platz in Pfändhausen in die Karten gespielt“, sagte der Fladunger Ludwig Lang. „Wir haben die Räume eng gemacht und das gefürchtete Flügelspiel des Gegners unterbunden“. Klare Torchancen wurden daher vor dem Seitenwechsel nicht notiert. „Glasklare hatten wir dann zwischen der 46. und 70. Minute“, sah es Seufert. Doch weder André Wetterich noch Daniel Kraus brachten das Leder an FC-Keeper André Weiss vorbei. „Mit einer Führung hätten wir den Gegner aus der Reserve gelockt“, vermutete Seufert.

Doch es kam ganz anders. Nach einem abgefangenen Ball im Mittelfeld liefen die Gäste einen Tempogegenstoß und Martin Faulstich setzte das Leder nach gewonnenem Laufduell an Keeper Florian Erhard vorbei in die Maschen. Die Fladunger zogen sich sofort wieder in die eigene Hälfte zurück, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und „verdienten sich die drei Punkte, weil sie einfach cleverer waren“, sagte Seufert. In Überzahl schloss dann Faulstich einen weiteren Konter erfolgreich ab, wodurch der erste Fladunger Saisonsieg perfekt war.

Tore: 0:1, 0:2 Martin Faulstich (75., 90. + 1). Gelb-Rot: André Wetterich (85., Rannungen).

TSV Trappstadt – FC Rottershausen 5:1 (2:1). Der TSV Trappstadt setzt seinen beeindruckenden Höhenflug fort und blickt vom Gipfel herab auf seine Verfolger. „Ein verdienter Sieg. Wir waren in der Chancenverwertung eiskalt und haben hinten nicht viel zugelassen“, lautete das Fazit des TSV-Sprechers Daniel Sauer. Den Titel „Mann des Spiels“ verdiente sich Sebastian Wagner. Wenn er bei hohen Bällen in den FC-Strafraum hochsprang, herrschte Alarmstufe eins. Er erzielte drei Treffer. Und die alle mit dem Kopf. Nach der knappen Pausenführung nahm der TSV seinem Gast bei dessen Bemühungen, die Wende herbeizuführen, schnell den Wind aus den Segeln. Das 3:1 nach 56 Minuten gab dem Aufsteiger aus dem Landkreis Bad Kissingen den Rest.

Der Hausherr legte entschlossen los und belohnte sich mit einer schnellen 2:0-Führung durch Sebastian Wagner (Kopfball nach Flanke von Sebastian Schirling) und Peter Hutzler (erfolgreiche Direktabnahme nach einer Flanke). Als ein TSV'ler den Ball leichtfertig vertändelte, bestrafte das Julian Göller mit dem Anschluss, was dem FC sichtbar Auftrieb verlieh. „Trappstadt muss wieder mehr investieren, um den Heimsieg zu holen“, stand im Live-Ticker zur Pause. Und der Senkrechtstarter dieser Saison befolgte diese Forderung. Mehr Zielstrebigkeit und ein sprunggewaltiger Sebastian Wagner, der zum 3:1 nach Flanke von Jonas Schultheis einköpfte, bedeutete die Vorentscheidung. Rottershausen kam nicht mehr ins Spiel zurück. Im Gegenteil: Trappstadt blieb konsequent und effizient, so dass Wagner zum Dritten und Sebastian Schirling zum 5:1-Endstand aufstockten.

Tore: 1:0 Sebastian Wagner (9.), 2:0 Peter Hutzler (14.), 2:1 Julian Göller (27.), 3:1, 4:1 Sebastian Wagner (56., 67.), 5:1 Sebastian Schirling (80.).

DJK Wülfershausen – SV Burgwallbach/Bad Neustadt 1:2 (0:1). Die Mannschaft und der Trainer der DJK Wülfershausen haben die Seuche am Hals, Pleiten, Pech und Pannen kommen dazu, vielleicht auch etwas Unvermögen und mangelndes Selbstvertrauen und alles, was es unmöglich macht, aus einem gleichwertig gestalteten Spiel auch einmal wenigstens einen Punktgewinn mitzunehmen. Demzufolge nutzten die Gäste aus Burgwallbach/Bad Neustadt diesen derzeitigen Zustand der DJK zu ihrem dritten Sieg im sechsten Spiel. Wobei die Vermutung von Trainer Alexander Leicht wieder einmal zutraf, dass sich seine Mannschaft zurzeit auswärts sogar etwas leichter tue als zuhause.

DJK-Sprecher Dieter Kießner sah die Gäste zwar „etwas agiler und laufstärker. Aber wir können zurzeit machen, was wir wollen und haben einfach kein Glück. Allerdings fehlt uns im Angriff auch etwas die Durchschlagskraft. Hinzu kommen individuelle Fehler wie beim 1:2, die in der Kreisliga natürlich nicht passieren dürfen.“

Auch schon der direkt verwandelte Freistoßtreffer von Marcel Mölter sei zwar sehenswert gewesen. „Wie er aber zustande kam, das war einfach zu naiv. Wir bemühen uns ja und kämpfen. Da kann man keinem einen Vorwurf machen. Aber letztlich machen wir uns durch individuelle Fehler selber alles kaputt.“ Das war natürlich enttäuschend für die Mannschaft von Trainer Rudi Koob. Nach einem schönen Doppelpass mit Patrick Warmuth erzielte Björn Will (76.) den Ausgleich. „Da merkte man, dass noch mehr drin war und es ging ein Ruck durch die Mannschaft.“ Die machte wirklich Druck, wollte nicht den einen Punkt verteidigen, sondern den zweiten und dritten auch noch dazu. Sie kam auch noch zu einigen Chancen. Doch dann bestrafte sie sich selber auf eine, besonders auch vom Zeitpunkt her, bittere und unglückliche Weise. „Ein Larifari-Fehler, eine Unkonzentriertheit, ein Ballverlust im Vorwärtsgang, ein Konter und schon stand es in der 89. Minute 1:2 durch Alexander Ortloff. Dann ging der Kopf nach unten.“

Tore: 0:1 Marcel Mölter (36.), 1:1 Björn Will (76.), 1:2 Alexander Ortloff (89.).

TSV Steinach – TSV Bad Königshofen 2:2 (2:2). Kein Blatt vor dem Mund nahm der Steinacher Abteilungsleiter Sebastian Wehner, „es war insgesamt ein schlechtes Kreisligaspiel, bester Mann auf dem Platz war meiner Meinung nach der Schiedsrichter“. Die favorisierten Gastgeber kamen nie richtig in die Partie, aber auch die Schützlinge von Bernd Knahn überzeugten mehr oder weniger nur im Kampf um den Ball. Der Führungstreffer „fiel aus dem Nichts“ (Wehner), nach einer harmlosen Flanke verpasste der Gästestürmer das Leder, das dann vom Fuß von Holger Wieschal über die Torlinie sprang.

Die Platzherren bäumten sich zwar auf, doch es blieb spielerisch vieles Makulatur, umso überraschender baute der Tabellenvorletzte nach einer halben Stunde den Vorsprung aus. „Dass wir noch vor der Pause den Ausgleich erzielten, war ganz wichtig. Ansonsten hätte Bad Königshofen in der zweiten Halbzeit wohl gnadenlos gemauert“, meinte Wehner. Der Anschlusstreffer fiel nach einem Kopfball von Fabian Schäfer, beim 2:2 setzte Aaron Friedel den Ball an Torhüter Andreas Hofmann vorbei in die Maschen. Die Hoffnung der heimischen Fans auf eine Steigerung der Voll-Schützlinge im zweiten Durchgang blieb unerfüllt. „Wir konnten uns kaum eine zwingende Chance erarbeiten“.

Tore: 0:1 Holger Wieschal (17., Eigentor), 0:2 Thorsten Eckart (35.), 1:2 Fabian Schäfer (41.), 2:2 Aaron Friedel (43.). Gelb-Rot: Joshua Jung (87., Steinach).

SV Riedenberg – SG Oerlenbach/Ebenhausen 6:0 (2:0). Die Riedenberger haben die spielerisch enttäuschende Abstiegssaison in der Bezirksliga Ost längst abgehakt und begeistern auf eigenem Platz neuerdings mit schwungvollem und unbekümmertem Offensivspiel. Das bekamen die Gäste aus Oerlenbach und Ebenhausen leidvoll zu spüren, die sich nach 18 Minuten den ersten Gegentreffer durch SV-Kapitän Philipp Dorn kassierten. Und damit nahm das Unheil seinen Lauf.

Tore: 1:0, 2:0 Philipp Dorn (18., 43.), 3:0 Kevin Lormehs (50.), 4:0 Lukas Hergenröther (56.), 5:0 Patrick Barthelmes (60., Foulelfmeter), 6:0 Philipp Schäfer (79.).

SV Ramsthal – FC Reichenbach 4:2 (2:1). Mit diesem Sieg arbeiteten sich Ramsthaler auf den Aufstiegsrelegationsplatz vor, mussten gegen die Reichenbacher aber bis in die Schlussphase hinein um die drei Punkte schwer ringen. Mit den Gästen schlecht Kirschen essen, diese wehrten sich gegen die Niederlage „sehr ordentlich“, wie SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach fand.

Tore: 0:1 Jannik Schäfer (12., Foulelfmeter), 1:1 Sascha Ott (23.), 2:1 Fabian Willacker (43.), 3:1 Tobias Willacker (66.), 3:2 Steffen Nöth (86.), 4:2 Sascha Ott (88.). (rd, fka, ba, phü, bit)