FUTSAL: BEZIRKSMEISTERSCHAFT

Zwei mit Ambitionen

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Mit Kreismeister SV Burgwallbach/Bad Neustadt und dem TSV Großbardorf II haben sich zwei Klubs aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld für die Bezirksmeisterschaften im Futsal qualifiziert. Beide Mannschaften begreifen sich in Rimpar nicht als Favoriten, starten aber dennoch ambitioniert ins Turnier.

Marcel Mölter spricht von einem Glückslos

Mit Titelverteidiger SV-DJK Oberschwarzach sowie den Sportfreunden Steinbach (beide Kreis Schweinfurt) muss sich der Rhöner Kreissieger SV Burgwallbach/Bad Neustadt in seiner Vorrundengruppe B mit zwei Bezirksligisten messen. Komplettiert wird sie vom SV Hörstein (Kreis Aschaffenburg). „Wir haben ein Glückslos erwischt“, sagt Marcel Mölter. Er äußert das mit Blick auf Gruppe A, in der sich mit dem Bayernligisten FC Sand, dem Landesligisten ASV Rimpar und dem Bezirkssieger von 2018, dem Bezirksligisten TSV Rottendorf, gleich drei Mannschaften tummeln, denen der Turniersieg zugetraut wird.

Gegen Oberschwarzach gibt es etwas gutzumachen

„Letztes Jahr haben wir uns bei der Bezirksmeisterschaft gut verkauft“, sagt Marcel Mölter, „und auch diesmal erhoffen wir uns was.“ Was ist „was“? „Wir wollen ins Viertelfinale“, konkretisiert Mölter. Die beiden besten Teams jeder Gruppe sowie die beiden besten Dritten kommen weiter. Und so kommt möglicherweise dem letzten Vorrundenspiel gegen den SV Hörstein entscheidende Bedeutung zu. Der Klub aus dem Landkreis Alzenau ist in der Kreisklasse beheimatet und wurde vergangene Woche auf Kreisebene Zweiter. Gegen Oberschwarzach hat Burgwallbach/Bad Neustadt noch etwas gutzumachen. Auch im vergangenen Jahr traf man bei der Bezirksmeisterschaft in der Vorrunde aufeinander, damals kassierten die Rhöner eine 0:4-Niederlage.

Die jüngsten Ergebnisse geben Selbstvertrauen

„Es läuft bei uns gut in der Halle“, hofft Mölter, dem Titelverteidiger ein Schnippchen schlagen zu können. Nach Rang 4 bei der Hallengala in Bad Neustadt und dem Gewinn der Rhöner Kreismeisterschaft fahren die Schwarz-Weißen selbstbewusst nach Rimpar. „Im Kader gibt es wenige bis keine Änderungen“, sagt Marcel Mölter. Der SVB-Boss, der nach dem Rückzug von Alexander Leicht noch nach einem Trainer für die Rückrunde sucht, wird in Rimpar im spielerischen und taktischen Bereich den Ton angeben. „Maximilian Kindlein kümmert sich um das Organisatorische.“

Großbardorfs Gruppe auf dem Papier die ausgeglichenste

Auf dem Papier hat der TSV Großbardorf II die ausgeglichenste, möglicherweise auch die leichteste Vorrundengruppe erwischt. Wie die Grabfelder-Gallier selbst spielen der ETSV Würzburg (Kreis Würzburg) und der SV Rapid Ebelsbach (Kreis Schweinfurt) auf dem Feld in der Kreisliga, Gruppenkopf ist der Bezirksligist TSV Retzbach (Kreis Würzburg). Mit jener Betrachtungsweise kann freilich Kilian Wenzel nicht viel anfangen. Mit der Spielklasse im Freien haben die Fähigkeiten einer Mannschaft im Futsal wenig zu tun, sagt er. „Wenn jemand zum Beispiel einen guten Standardschützen hat“, sei das schon ein großer Vorteil. So hat der ETSV Würzburg zuletzt mit starken Ergebnissen aufhorchen lassen. Die Eisenbahner wurden Zweiter bei der Würzburger Stadtmeisterschaft und sicherten sich am vergangenen Wochenende den Titel im Kreis Würzburg.

Maximilian Dietz muss passen

Dennoch: „Unser Anspruch ist es, ins Viertelfinale zu kommen. Dazu haben wir auf jeden Fall das Zeug.“ Vor zwei Jahren ging es für den TSV II bei der Bezirksmeisterschaft sogar bis ins Endspiel. Das ging gegen den TSV Rottendorf verloren. Auch das ist für Wenzel jedoch ein Muster ohne Wert. „Das war damals eine andere Mannschaft“, sagt er. Apropos Mannschaft: Das Team ändert sich im Vergleich zum Kreisturnier nur geringfügig. „Maximilian Dietz muss ersetzt werden. Sein Knie ist dick.“ Wer für ihn in den Kader berufen wird, ist offen. Entscheiden muss dies Markus Bach. Diesmal steht der Trainer selbst an der Seitenlinie, während Co-Trainer Wenzel verhindert ist.