FUßBALL:

Aubstadts Spieler müssen über den Schmerzpunkt

Innerhalb eines viertägigen Trainingslagers in der Sportschule Hennef trug der Fußball-Regionalligist TSV Aubstadt am Wochenende vor dem Punktspielauftakt auch zwei Testspiele aus. „Das Beste überhaupt daran war, dass wir auf Naturrasen sowohl trainieren als auch spielen durften und somit die Umstellung auf das Spiel an diesem Samstag gegen Garching nicht mehr so groß ist“, befand TSV-Trainer Josef Francic.

Spiel nach zwei Übungseinheiten

Und wie das so üblich ist, wenn es gegen unterklassige Mannschaften geht, wurde vorher am Spieltag noch mal kräftig trainiert. Am Freitag sogar zwei Mal, weil das Spiel am Abend gegen Kreisligist Teutonia Weiden (Würselen) unter Flutlicht stattfand. Allerdings ging die Partie auch nur über zwei Mal 30 Minuten.„Gegen einen Gegner, der einerseits sehr stolz war, gegen einen Regionalligisten spielen zu dürfen, andererseits auch ganz schön teutonisch und aggressiv zur Sache ging.“ Trotz der torlosen zweiten Halbzeit fand Francic: „Ich muss die Mannschaft loben. Das war schon überlastend, nach zwei harten Einheiten tagsüber am Abend im Spiel über den Schmerzpunkt zu gehen. Das ist ja schließlich nicht ihr Alltag. Deshalb will ich am Ergebnis auch gar nicht herumnörgeln.“

22 Kicker mit dabei

19 der 20 mitgereisten Feldspieler – auch zwei Torhüter waren dabei – kamen zum Einsatz. Nur Mike Dellinger wurde geschont. Auch vor dem Spiel am Samstag gegen den Bezirksliga-Tabellenführer Young Boys Reutlingen wurde trainiert. „Meine Spieler waren hier aber deutlich frischer gegen einen wesentlich stärkeren Gegner. Sie haben viele Chancen herausgespielt, ohne den Young Boys eine zuzulassen. Das war der i-Punkt von der Belastung her auf einem Rasenplatz bei diesem Trainingslager. Die waren platt. Wenn du jeden Tag den Ball hast und das zwei Mal am Vor- und Nachmittag, dann reicht das. Negativ war eigentlich nur der ständig starke Wind und oft der Regen dazu auf diesem Berg da oben“, bilanzierte Aubstadts Trainer.

Francic: „Vieles bearbeitet“

Nach der ersten Trainingseinheit gleich nach der Anreise am Donnerstag sah sich die Mannschaft am Abend in der Leverkusener BayArena das Europa-League-Spiel gegen den FC Porto an. „Das Spiel war nicht so berauschend. Aber man konnte von ganz nah dran die Stars mit ihrer hohen Geschwindigkeit sehen. Es war schon ein sehr schönes Erlebnis. Am Freitag wurden dann innerhalb von zwei Einheiten viele Elemente bearbeitet.“ Im taktischen Bereich sei durch die zwei Mal zehn Feldspieler plus zwei Torhüter alles möglich gewesen, „und das endlich mal wieder auf einem sehr gut gepflegten Rasenplatz, auf dem der Ball halt doch anders rollt und springt als auf Kunstrasen“, sagte Francic.

Am Abend Kölner Karneval

In der Sportschule sei alles geboten gewesen, von den Einrichtungen her bis zur speziellen Ernährung. „Und auf dem Platz haben die Jungs das alles sehr professionell durchgezogen. Bei einigen hat man auch beobachten können, dass sie an ihre Grenzen gestoßen sind. Es war also alles in allem ein sehr positives Projekt“, fasste Josef Francic zusammen. „Die Stimmung war gut. Wir haben ja doch Typen drin, von denen immer der eine oder andere was loslässt.“ Zum Beispiel, als Ingo Feser ins Tor musste und ihm fast gleichzeitig 20 Bälle um die Ohren flogen. Am Samstagabend fand ein bunter Mannschaftsabend statt, „bei dem es Richtung Kölner Karneval ging“, und am Sonntag nach dem Brunch ging es wieder zurück in die Heimat. (rd)

Testspiele

TSV Aubstadt – Teutonia Weiden (Würselen) 3:0 (3:0). Tore: 1:0 Ingo Feser (23.), 2:0 Christopher Bieber (29.), 3:0 Christoph Schmidt (45.).

TSV Aubstadt – Young Boys Reutlingen 5:0 (2:0). Tore: 1:0 Martin Thomann (20.), 2:0 Timo Pitter (35.), 3:0 Martin Thomann (50.), 4:0 Max Schebak (54.), 5:0 Timo Pitter (62.).