Tischtennis: Bundesliga

Kilian Ort verlängert seinen Vertrag beim TSV Bad Königshofen

Die beiden Geschäftsführer des TSV Bad Königshofen, Andy Albert (links) und Udo Braungart (rechts), freuen sich über ...

Was die funktionalen Aufgaben des TSV Bad Königshofen für die Saison 2021/22 in der Tischtennis-Bundesliga betrifft, ist die letzte Entscheidung gefallen. Nach Bastian Steger, Maksim Grebnev und Filip Zeljko ist nun auch die Unterschrift von Kilian Ort zwecks Vertragsverlängerung getrocknet. Der waschechte Bad Königshöfer hat seinen Kontrakt um ein Jahr verlängert.

"Ich möchte mich zuerst bei den beiden Geschäftsführern Andy Albert und Udo Braungart dafür bedanken, dass sie das möglich gemacht haben, dass ich ein weiteres Jahr in Bad Königshofen Tischtennis spielen kann", sagte der 24-jährige Ort. "Warum noch? Weil ich hier aufgewachsen bin, weil ich mich sehr stark mit dem Verein, der Stadt und der Region identifiziere. Ich sehe es als etwas Besonderes an, dass ich immer noch bei meinem Heimatverein Erste Bundesliga spielen kann. Dass das auch nach fünf Jahren immer noch möglich ist, sollte durchaus wertgeschätzt werden, weil es nicht selbstverständlich ist."

Er wisse, dass es Jahr für Jahr eine Mammutaufgabe des Vereins sei, das finanziell, logistisch und kameradschaftlich mit der Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern hinzubekommen. "Es müssen nämlich alle an einem Strang ziehen, damit wir das realisieren können. Dazu tragen viele helfende Hände bei." Natürlich ist man sich beim TSV im Klaren darüber, dass das sogenannte Eigengewächs durchaus bei jedem anderen Verein auch willkommen wäre. Zumal der Schlüssel zu seiner gesundheitlichen Stabilität durch die Zusammenarbeit mit seinem Physio-Team um Peter Hofmann gefunden scheint, was auch seine positive Bilanz in der zurückliegenden Saison ermöglichte. Natürlich weiß die Konkurrenz auch um die Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit von Kilian Ort.

Nächste Saison steht der Klassenerhalt an erster Stelle

Er wird nicht müde darauf hinzuweisen, "dass die Liga und die Aufgabe, sich in ihr zu behaupten, stärker beziehungsweise schwerer wird als je zuvor. Die vermeintlich hinteren Teams haben sich erheblich verstärkt, und es wird zwei Aufsteiger und somit zwei Absteiger geben. Deshalb müssen wir auf der Hut sein, uns sehr gut vorbereiten und uns nicht davon blenden lassen, dass wir letztes Jahr eine wirklich sehr gute Saison gespielt haben. Ich hoffe, dass wir das hinkriegen".

Natürlich sei es sehr wichtig gewesen, "dass wir den Basti Steger an uns binden konnten. Er ist ein Aushängeschild für den Verein und hilft uns jungen Spielern sehr. Von den Play-offs sollten wir lieber nicht sprechen, der Klassenerhalt steht an erster Stelle". Kilian Ort gibt aber auch zu bedenken, "dass ich mich zwar mit dem Verein verbunden fühle. Es gibt aber auch einige Punkte, die für den Spieler passen müssen. Ich werde nicht jünger, sondern auch älter und muss auch gucken, wie sich das finanziell entwickelt beim TSV, wie die Lage in einem Jahr ist. Es sind immer viele Punkte, die abgearbeitet werden müssen, damit man sich bei einem Verein wohlfühlt. Wenn man wertgeschätzt wird, kann man auch bestmöglich performen. Man muss also immer schauen, wo das für mich am besten möglich sein wird".

Zeljko aktuell in Kroatiens Aufgebot für Olympia

Dass das für Filip Zeljko, dessen Unterschrift schon einige Tage her ist, beim TSV Bad Königshofen der Fall ist, liegt auf der Hand. Er fühlt sich pudelwohl in der Mannschaft und im Umfeld. Für ihn steht bereits das siebte Jahr bei den Bad Königshöfern bevor, davon zwei in der 2. Bundesliga. Er konnte seine Leistungen und seine Bilanz im vergangenen Jahr erheblich verbessern, was sich von den Ergebnissen her aber mehr auf die Hinrunde bezieht.

Stand heute wird er für sein Heimatland Kroatien bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen. Man darf gespannt sein, mit welchem Selbstvertrauen, ein erheblicher Faktor seiner Leistungsfähigkeit, er von dort zurückkommt, sofern sie stattfinden. Andy Albert hat seine Erwartungen an Kilian Ort wie auch an Filip Zeljko ein wenig verschlüsselt formuliert: "Beide haben noch Luft nach oben."