FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

SG Urspringen-Sondheim/Rhön will sich endlich belohnen

Markus Herbert (dunkles Trikot) und die SG Urspringen-Sondheim/Rhön stehen gegen den Tabellenvierten FV ...

Kreisliga Rhön

Samstag, 9. Oktober, 15 Uhr:

Spfr. Herbstadt – Urspringen-Sondheim/Rh.

Samstag, 9. Oktober, 16 Uhr:

FC Reichenbach/Burglauer/Windheim – TSV Bad Königshofen (in Reichenbach)

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen – FC Rottershausen (in Pfändhausen)

Sonntag, 10. Oktober, 15 Uhr:

FC Westheim – FC WMP Lauertal

TSV Steinach – TSV Großbardorf II

SV Ramsthal – FC Untererthal

FC Strahlungen – TSV-DJK Wülfershausen

 

Sportfreunde Herbstadt – SG Urspringen-Sondheim/Rhön. Als die Sportfreunde Herbstadt nach dem vierten Spieltag und dem 1:1 beim FC Strahlungen Tabellenplatz 4 innehatten, da hielt ihr Trainer Martin Naber den Ball ganz flach und sprach von wichtigen Punkten für den Klassenerhalt. Allein darum gehe es nach dem Verlust einiger tragender Säulen in der Statik der Mannschaft. Nachdem dann auch noch der Goalgetter vom Dienst, Dominik Firnschild, in die Rubrik Langzeitverletzte aufgenommen werden musste, gab es keine Diskussion mehr um das Saisonziel: Irgendwie durch kommen. Fünf Spiele wurden in der Folge – von unglücklich und knapp bis klar und verdient – verloren, ohne dass man auf einem Abstiegsplatz landete. Ausgerechnet nach dem ersten Lichtblick, dem 2:2 gegen Rottershausen, war es dann doch so weit: Platz 14 mit neun Punkten. Aber: Der Mittelfeldplatz 8 ist nur zwei Punkte entfernt. „Leider hat es wieder nicht geklappt mit einem Dreier“, bedauert Martin Naber, „aber wir waren knapp dran.“

Mit Urspringen-Sondheim erwarte er eine zweikampfstarke und laufstarke Mannschaft, die sich über die letzten Jahre auch spielerisch sehr gut entwickelt habe. Man wisse, auf wen es besonders aufzupassen gelte, Markus Herbert, Felix Umla, Fritz Hey oder Martin Felsburg. Die Herbert-Elf spielt einen dynamischen, schnellen und dabei relativ Kombination-sicheren Fußball, dem es nur an der Effizienz in der Nähe des gegnerischen Tors mangelt. Wenn da erst mal der Knoten platzt, wenn Aufwand und Ertrag sich angleichen, wird man noch viel Gutes von ihr hören. Dennoch sieht Markus Herbert nur die Realität und sagt: „Es ist verdammt eng in der Tabelle. Wir müssen unbedingt punkten und werden alles dafür tun.“ FC Strahlungen – TSV-DJK Wülfershausen. Es müssen ja nicht jedes Mal neun oder zehn Tore sein in Spielen, an denen der TSV-DJK Wülfershausen beteiligt ist. Sind es auch nicht, wie die Durchschnittsquote von 3,2 : 2,3 belegt. Liegt es nun am Spielsystem, das Trainer Christoph Then vorgibt, oder an der Mentalität der Spieler, oder daran, dass beides so gut zusammenpasst, dass er in der Mehrzahl die Typen dazu hat. Oder an den Zuschauern, von denen sie sich nach vorne treiben lassen? Irritiert wird nur der Torwart Lukas Bier sein, dass er als Keeper des Tabellendritten mehr Gegentreffer bekommen hat als elf der 14 anderen Torhüter. „Da schaffst du es, vier Tore in der ersten Halbzeit zu schießen, und gehst doch mit Unmut in die Kabine“, erklärt Then, „weil der Gegner halt auch schon vier Mal getroffen hat. Die Rannunger ließen sich von den Rückständen nie beirren. Somit entwickelte sich ein packender Kreisliga-Fight auf hohem Niveau.“

Dann seine eigene Interpretation: Nicht nur die Zuschauer konnten genug nicht kriegen von diesem Spiel. Selbst der Schiedsrichter konnte sich nur schweren Herzens dazu überwinden, endlich nach 100 Minuten abzupfeifen. Bei so einer Nachspielzeit hätten wir in der letzten Saison noch einen Treffer kassiert. Gott sei Dank hat sich das in dieser Runde etwas gewendet.“ Der nächste Gegner habe es in sich. „Auch sie werden daheim von zahlreichen Zuschauern laut gepusht. In den letzten Jahren konnten sich die Strahlunger ja immer durchsetzen. Doch so leicht werden wir es ihnen diesmal nicht machen. Es wird Zeit für ein Wülfershäuser Happy End in Strahlungen.“

FC-Trainer Oliver Schönwiesner waren vor Untererthal fünf Spieler ausgefallen, „es könnte diesmal personaltechnisch etwas besser aussehen.“ Felix Hochrein, Nemanja Canic und Michael Becker sind zwar noch verletzt. „Dafür werden wieder Felix Beck, Marius Braun und hoffentlich Markus Neder sowie Lukas Hein in den Kader zurückkehren.“ Das sei aber auch unbedingt erforderlich, da wir auf die für mich überraschend starke DJK Wülfershausen treffen, die mit gleich drei Vieltreffern, Nils Voigt, Patrick Warmuth und Florian Balling, vorne in der Torschützenliste sind. „Hier werden wir ganze Arbeit leisten müssen, um den in der Tabelle besser stehenden Favoriten schlagen zu können und werden alles versuchen, um die drei Punkte zu behalten.“ FC Reichenbach/Burglauser/Windheim – TSV Bad Königshofen. Für den TSV Bad Königshofen ist nach der 0:4-Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den FC Westheim jede Reise eine schwere. Auch wenn sie als immer noch Tabellenvierter mit 17 Punkten zum FC Reichenbach auf dem Abstiegsrelegationsplatz 13 (9) führt. Die letzten zwei Spiele der Truppe von FC-Trainer Sven Ludsteck sollten genügen, vom Unterschätzen des Gegners Abstand zu nehmen. Der Gastgeber hat da nämlich gegen Urspringen/Sondheim 2:1 gewonnen. Und wer dem Zweiten SV Riedenberg ein 1:1 abringt, sollte genügend Aufmerksamkeit geweckt haben. Apropos Aufmerksamkeit: Die war nicht da in der 3. Minute, als das 0:1 gegen Westheim fiel, was es den Gästen leichter machte, voll offensiv weiter zu spielen. „Dass es so klar wird, damit hatte ich nicht gerechnet. Im Gegensatz zu manchem Spiel vorher hat uns auch das Spielglück etwas gefehlt“, mag TSV-Trainer Alexander Leicht gar keine große öffentliche Ursachenforschung betreiben. Vier Schüsse aufs Tor in der ersten Halbzeit ergaben drei Treffer, „das war halt doch etwas zu einfach. Glück muss man sich auch erarbeiten und daran hat es etwas gehapert.“

Zu diesem Spiel meint Leicht, „da treffen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die vor der Saison schon so eingeschätzt wurden und am Ende auch nahe beieinander sein werden. Uns trennen momentan noch einige Plätze, aber ihre Entwicklung in den letzten Spielen haben Ergebnisse erbracht, die darauf hindeuten. Sie haben gegen Riedenberg 1:1 gespielt, gegen die wir 0:5 untergegangen sind.“ Reichenbach habe an Qualität und Quantität dazu gewonnen. Aber: „Nach dem vergangenen Spiel erwarte ich ein Erfolgserlebnis, einen Punkt, am liebsten drei und damit ins spielfreie Wochenende. Bis dahin können sich die Verletzten erholen.“ Daniel Hellmuth (beruflich) müsse man ersetzen, dafür kommt Franz Schmitt zurück. TSV Steinach – TSV Großbardorf II. Der TSV Steinach musste am vergangenen Wochenende Bekanntschaft mit der neuen Stärke des immer noch Tabellenletzten FC WMP Lauertal machen und verlor sein Auswärtsspiel bei der Schendzielorz-Truppe mit 2:3. Es war aber ein Spiel auf Messers Schneide bis zum Schlusspfiff. Die Mannschaft von Spielertrainer Michael Voll zeigte eine tolle Moral und Voll selber, dass er ein Klasse-Fußballer ist. André Keßlers und Fabian Schäfers Tore reichten aber nicht zum durchaus möglichen Punktgewinn. Zur ungünstigen Zeit auf die Lauertaler getroffen. Dieses Argument zieht bei diesem Spiel und den Gästen von der Tabellenspitze nicht. Für deren Sturmlauf Richtung Bezirksliga bedeutete das 1:1 gegen den Zweiten SV Riedenberg zwar die Chance vergeben, einen gewaltigen, großen Schritt zum Ziel zu machen. Gestolpert sind die Spieler von Gallier-Trainer Markus Bach aber keineswegs. Das haben sie vier Tage später mit dem 4:1-Sieg gegen den SV Ramsthal besorgt, während Riedenberg seinerseits in Reichenbach zwei Punkte liegen ließ.

„Das Spiel lief so gut, dass ich einige Spieler schonen konnte, denn Riedenberg kostete viel Kraft“ gesteht Markus Bach. „Die Angeschlagenen konnte ich draußen lassen und hoffe, dass sie in Steinach wieder voll einsatzfähig sind.“ Neben den Langzeitverletzten Stefan Demar und Manuel Schmitt fehlt wahrscheinlich noch Louis Albert (Sprunggelenk). „Stand jetzt kann ich auf alle anderen, das heißt 16 Feldspieler, zurückgreifen. Wir wollen da hinfahren und die nächsten drei Punkte holen“, impft Bach seiner Truppe den begründeten Optimismus ein. „Wenn man so einen Start hinlegt, will man die Erfolgsserie weiterschreiben. Einfach wird?s nicht, das wissen wir, auch, dass wir die letzten zwei Jahre zwei Mal gegen sie verloren haben.“