Fußball: Regionalliga

Sondergenehmigung für Regionalligisten: Aubstadt trainiert ab Montag

Am Montag geht es los: Fußball-Regionalligist TSV Aubstadt (Symbolbild) nimmt das Training wieder auf.

Beim TSV Aubstadt rollt ab Montagabend wieder der Ball. Der Fußball-Regionalligist wird dann nach monatelanger Pause das Training wieder aufnehmen. Möglich macht das eine Sondergenehmigung des bayerischen Innenministeriums. Die gestattet allen bayerischen Viertligisten, ihre Fußballer auf den Rasen zurückzuholen. "Die Jungs sollen zunächst einmal einfach kicken und Spaß haben", will Trainer Victor Kleinhenz seine Spieler zunächst "wieder an das Spielgerät gewöhnen".

Die Sondergenehmigung erlaubt auch die Fortsetzung des Ligapokal-Wettbewerbs der Regionalliga Bayern. Voraussetzung sei in beiden Fällen die Einhaltung eines vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) entwickelten Hygiene-Konzepts. Das meldete der BFV am Donnerstagabend. Unterhalb der Regionalliga sind schon vor Wochen alle Ligapokal-Wettbewerbe ersatzlos gestrichen worden. 

Die Teilnahme am Ligapokal ist freiwillig

Bis 7. Mai müssen sich die Regionalligisten erklären, ob sie im Ligapokal mitspielen wollen. Die Teilnahme ist freiwillig. Dem Sieger des Regionalliga-Ligapokals winkt ein Startplatz in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2021/22 und damit eine sechsstellige Antrittsprämie. Die Verantwortlichen des TSV Aubstadt wollen sich für ihre Entscheidung über die Teilnahme am Ligapokal bis zum Fristende am nächsten Freitag Zeit nehmen. "Die Meinungen sind grundverschieden", berichtet Vorstandsmitglied und Pressesprecher Philipp Müller von den bisherigen Beratungen. Victor Kleinhenz vermeidet es, sich zu dem Thema öffentlich zu positionieren. "Wir werden die Vor- und Nachteile einer Teilnahme genau abwägen", sagt der 29-Jährige. 

Im Ligapokal der Regionalliga Bayern werden zusätzlich vier Viertelfinal-Plätze im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb ausgespielt, der ebenfalls fortgesetzt werden soll. Den Gewinner des Toto-Pokals wird der BFV ebenso für den DFB-Pokal melden. Drittligist Türkgücü München hat seinen Platz im Toto-Pokal-Viertelfinale bereits fix, dazu kommen jene vier Regionalligisten sowie drei unterklassige Vereine. Aus Rhön-Grabfeld waren im Toto-Pokal der TSV Großbardorf und der SV Rödelmaier vertreten, beide Vereine sind bereits ausgeschieden.

Zuschauer sind bei den Spielen voraussichtlich nicht erlaubt

"Nach Rückmeldung der Klubs und der dann feststehenden Teilnehmerzahl wird der BFV die entsprechenden Spielpläne für den Ligapokal-Wettbewerb der Regionalliga Bayern und den Toto-Pokal erstellen. Die beiden bayerischen DFB-Pokal-Teilnehmer müssen bis zum 29. Juni 2021 feststehen", heißt es in der Mitteilung des Verbands. Zuschauer sind zu den Spielen des Ligapokals wie zu denen des Toto-Pokals nicht zugelassen, sofern sich die staatlichen Bestimmungen nicht noch ändern.

Die Vorrunde des Ligapokals der Regionalliga Bayern war im Herbst nicht zu Ende gespielt worden, sie wurde nach der Quotienten-Regelung gewertet. Der TSV Aubstadt hat die Finalrunde verpasst und hat somit nur die Chance, sich als Gewinner der Trostrunde für das Viertelfinale im Toto-Pokal zu qualifizieren. Zwischen den Grabfeldern und einem möglichen Einzug in den DFB-Pokal liegen somit Siege in sechs K.-o.-Runden.

Für 05-Sportleiter Robert Hettich bleiben viele Fragezeichen

Ganz anders ist die Lage beim Regionalligisten FC 05 Schweinfurt, der sich derzeit in der Vorbereitung auf die am 18. Mai beginnenden Regionalliga-Play-offs befindet. "Wir wollen beim Regionalliga-Ligapokal weiter mitmachen und ihn - wie die Play-offs - gewinnen", erklärt Sportleiter Robert Hettich. "Der Toto-Pokal wird wohl erst nach den Play-offs ausgespielt, der Ligapokal wohl an den spielfreien Tagen währenddessen. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass wir am 25. Mai, an dem wir kein Play-off-Match haben, ein Ligapokal-Spiel bestreiten könnten. Das steht allerdings noch nicht fest, weil noch nicht einmal fix ist, wie viele Vereine überhaupt mitmachen. Es bleiben viele Fragezeichen."