FUSSBALL: KREISLIGA RHÖN

TSV Großbardorf II ist bereit für das Spitzenspiel

Fußball

Kreisliga Rhön

 

1. (1.) TSV Großbardorf II 16 13 1 2 51 : 13 40  
2. (2.) SV Riedenberg 16 9 5 2 35 : 21 32  
3. (3.) FV Rannungen/Pfändh./Holzh. 16 9 3 4 34 : 25 30  
4. (4.) FC Rottershausen 16 7 3 6 28 : 33 24  
5. (5.) Reichenb./Burglauer/Windh. 16 6 3 7 25 : 30 21  
6. (6.) TSV Bad Königshofen 15 6 3 6 21 : 29 21  
7. (7.) TSV-DJK Wülfershausen 16 5 5 6 39 : 41 20  
8. (8.) FC WMP Lauertal 15 5 3 7 28 : 34 18  
9. (9.) FC Strahlungen 15 4 6 5 25 : 26 18  
10. (10.) SG Untererthal 16 4 6 6 30 : 29 18  
11. (11.) SG Urspringen-Sondheim/Rh. 16 4 5 7 30 : 33 17  
12. (12.) SV Ramsthal 15 4 5 6 25 : 31 17  
13. (13.) FC Westheim 15 4 5 6 25 : 25 17  
14. (14.) TSV Steinach 16 4 2 10 26 : 41 14  
15. (15.) Spfr. Herbstadt 15 3 5 7 20 : 31 14  

Samstag, 20. November, 14 Uhr:

FC Westheim – SV Ramsthal

FC Reichenbach/Burglauer/Windheim– FC Strahlungen (in Reichenbach)

SG Urspringen-Sondheim/Rhön – FC Untererthal (in Sondheim/Rhön)

Sonntag, 21. November, 14 Uhr:

Spfr. Herbstadt – FC WMP Lauertal

SV Riedenberg – TSV Großbardorf II

TSV Bad Königshofen – TSV Steinach

Rottershausen – TSV-DJK Wülfershausen

 

SV Riedenberg – TSV Großbardorf II. „Wir haben unsere eigene Zielvorgabe geschafft, mit einem Acht-Punkte-Vorsprung nach Riedenberg zu fahren“, bilanzierte Bach nach dem jüngsten klaren 4:0-Heimsieg gegen die SG Urspringen. Man habe dann unter der Woche gut gearbeitet, „weil wir wissen, was für eine Aufgabe auf uns zukommt.“ Gewiss ist die Mannschaft von SV-Trainer Michael Leiber der erste Kandidat, wenn überhaupt, den Boardfern ihr eigenes Saisonziel noch in Gefahr zu bringen. Wenn, dann muss dieses Spiel gewonnen werden. Da aber mit zwei weiteren Punkten Abstand Rannungen auf den Relegationsplatz lauert, sehen die Gastgeber eine doppelte Aufgabe vor sich: Entweder Großbardorf näher rücken oder wenigstens Rannungen auf Abstand halten.

„Acht Punkte sieht weit entfernt aus, ist es aber nicht“, entschlüsselt Bach die Vorgabe und begründet es so: „Ich bin der Meinung, dass sie genau so stark sind wie wir und vielleicht sogar einen Ticken mehr an Erfahrung haben. Der eine oder andere ist schon lange im Kader und hat schon Bezirksliga gespielt. Es wird eine ganz schwere Aufgabe. Wir wollen dort, Priorität Nummer eins, auf jeden Fall erst mal nicht verlieren.“ Vom Personal her bleibt alles wie gehabt. Nikolas Feder und Stefan Demar sind bis zur Winterpause raus. Manuel Leicht ist vielleicht noch mit Fragezeichen, „ansonsten sind alle an Bord und wir sind guter Dinge, dass wir ein ordentliches Spiel machen.“

FC Reichenbach/Burglauer/Windheim – FC Strahlungen. Die Mannschaft des Gastgebers hat unter ihrem Trainer Sven Ludsteck eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Nach neun Spielen hatte sie erst fünf Punkte eingefahren und die rote Laterne im Sportheim stehen. Dann startete sie mit dem 2:1 gegen die SG Urspringen eine Serie, die sie nach dem 15. Spiel auf Platz 4 vorspringen ließ. Erst am letzten Sonntag riss diese Serie durch eine 2:3-Niederlage beim FV Rannungen (3.). Ein verlässlicher Hinweis auf die aktuelle Form der Reichenbacher war dieses Spiel aber dennoch.

Den die Strahlunger und ihr Spielertrainer Benedikt Bötsch erst gar nicht benötigt hätten. Für sie ist in der momentan vertrackten Lage jeder Gegner eine große Hausnummer. Es kommt zurzeit wirklich alles zusammen, was man nicht braucht. Aufgrund der Corona-Fälle in der ersten und zweiten Mannschaft fanden Trainingseinheiten zuletzt nur beschränkt statt bzw. waren komplett lahmgelegt. Demnach fiel auch das Spiel letzten Sonntag in Westheim aus. „Für dieses Wochenende hoffen wir“, so Bötsch, „dass wir dieses unser letztes Spiel vor der Winterpause noch bestreiten können. In der aktuellen Verfassung ist Reichenbach der Favorit. Aber wir müssen fast schon gewinnen, damit wir nicht auf einem Relegations- wenn nicht gar Abstiegsplatz überwintern müssen.“

SG Urspringen-Sondheim/Rhön – FC Untererthal. Die SG Urspringen-Sondheim/Rhön hat in dieser Saison schon sechs andere Spiele auf ärgerlichere Art und Weise verloren als dieses siebte am vergangenen Sonntag beim Tabellenführer TSV Großbardorf II mit 0:4. Für die Mannschaft von Spielertrainer Markus Herbert gibt es an diesem Samstag nur einen Auftrag für diese Hausaufgabe: Sie mit Leidenschaft und Hingabe, aber auch der nötigen Geduld angehen. Nicht mit Hau-Ruck die schnelle Führung wollen und sich dabei hinten entblößen.

Mit einem Dreier könnte man am Ende dieses Spieltags einen großen Sprung gemacht haben. Bei einer Niederlage droht ein Relegations-, wenn nicht gar Abstiegsplatz. Fast dieselbe Aufgabe hat aber auch der FC Untererthal mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto vor sich. Der Tabellenzehnte hat zwar sein Heimspiel vor einer Woche 1:3 gegen Rottershausen verloren, davor aber in Wülfershausen 4:2 gewonnen. Vom Untererthaler Torjäger Lukas Tartler ist bekannt, dass ihn jeder kennt und ihn die meisten doch nicht am Toreschießen hindern können.

Sportfreunde Herbstadt – FC WMP Lauertal. Dass diese Saison seine schwerste als Trainer der Sportfreunde Herbstadt werden würde, darüber war sich Martin Naber bereits vor dem ersten Spieltag im Klaren. Dass es anfangs besser als erwartet lief, man nach drei Spielen sieben Punkte hatte und Dritter war, änderte für den gebürtigen Irmelshäuser und ehemaligen Landesligaspieler beim TSV Großbardorf überhaupt nichts. Inzwischen haben ihn seine Prognosen, mit denen er natürlich nicht in seiner Mannschaft hausieren ging, nicht nur eingeholt, sondern sogar überholt. Tabellenletzter, das nagt doch irgendwie noch ein Stück mehr am Selbstvertrauen der Mannschaft als es eh schon der Fall war. Worauf hin automatisierte Abläufe und Laufwege und einfach aussehende Zuspiele einfach nicht mehr gelingen wollen.

Aus diesem Teufelskreis von Ursache und Wirkung gilt es nun schnellstmöglich auszubrechen. Wenn es bei den Sportfreunden in der Vergangenheit gut lief, schob man es auf den guten Zusammenhalt in der Mannschaft. Wenn?s mal nicht so gut lief, beschwor man diesen Zusammenhalt. Also wird Martin Naber das vergangene spielfreie Wochenende zum mentalen Aufrüsten genutzt haben. „Wir haben es mit einem mittlerweile starken Aufsteiger zu tun, der zu Beginn der Runde große Verletzungsprobleme hatte, die nun überwunden sind“, weiß er vom Gegner FC WMP Lauertal zu berichten. „Es wird für uns enorm schwer, hier einen Dreier zu holen. Trotzdem wollen wir vor der Winterpause noch ein paar Punkte drauf packen. André Keßler und Daniel Schmitt sind zwei richtig gute und torgefährliche Kicker, die wir aus dem Spiel nehmen müssen.“

TSV Bad Königshofen – TSV Steinach. Beim TSV Bad Königshofen hat sich mit dem 3:2-Heimsieg gegen den FC Strahlungen etwas Ruhe breit gemacht. Gewiss, 21 Punkte aus 15 Spielen deuten auf den richtigen Weg hin, um dessen Ziel es bis kurz vor Saisonbeginn keine allgemeine Übereinstimmung gab. Was allerdings keinesfalls auf Unstimmigkeit oder Unruhe hinweist. Unterschiedliche Zielvorstellungen sollten in einer großen Gemeinschaft von erwachsenen Spielern, Betreuern, Funktionären und Fans völlig normal sein. Nicht viel anders dürfte es heute auch aussehen. Höchstens den Grad der Gefährdung von Platz 6 aus bei vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsrelegation kann man unterschiedlich beurteilen. Elf Punkte zu Platz 2 sind zu viel, aber Punktgleichheit zu Platz 5 deckt sich mit dem Saisonziel „Platz 1 bis 5“.

TSV-Trainer Alexander Leicht gehört eher zu den Realisten, unterer Bereich, Nähe Pessimisten. Er hat sich allerdings auch in diesem Bereich erstaunlich positiv entwickelt und erreicht seine jungen Burschen in all ihrer Vielfalt. Bei jenem Spiel gegen Strahlungen schienen sie speziell für ihn das Letzte aus sich herausholen zu wollen, so sehr hatte er ihnen den Ernst der Lage klargemacht. Er stellte einen deutlich erkennbaren Formanstieg fest. Dann meldete sich Corona an, und die Mannschaft wurde vom Spiel in Ramsthal abgemeldet. „Danke an Ramsthal für das nicht selbstverständliche Entgegenkommen. Sie haben sofort zugestimmt“, so Leicht. „Personell hätte es ansonsten geklappt. Gejuckt hat uns auch, dass Ramsthal am Freitagabend davor ein Spiel hatte. Aber beiden ging die Gesundheit vor. Ich hoffe, dass wir die Kontaktkette unterbrochen haben.“

Für Leicht ist die Tabelle mit Steinach als Vorletztem nicht wirklich aussagekräftig. „Sie waren, seit ich sie kenne, immer eine unangenehme Mannschaft. Sie haben ihre Stärken in der Offensive, nicht nur mit Michael Voll und Aaron Friedel. Wir werden sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn nichts dazu kommt, werden wir auch ohne die zwei Corona-Fälle eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken.“

FC Rottershausen – DJK Wülfershausen. Was elf Spiele lang gut und richtig war, kann ja nicht auf einmal falsch sein. Mit solchen und ähnlichen Fußball-typischen Besonderheiten beschäftigen sich der DJK-Trainer Christoph Then und seine Mannschaft gegenwärtig. Und weil nach vier Niederlagen in Serie die fünfte beim FC WMP Lauertal folgte, wird ihnen auch nichts anderes übrig bleiben als weiter Fußball zu arbeiten, wenn spielen allein nicht mehr genügt. Then bringt vom Fachlichen und vom Naturell her jedenfalls so viel mit, dass man sich an ihm orientieren sollte. Ein Schachzug, den er in Lauertal neu ausprobierte, brachte nicht die erhoffte Wirkung. Doch wer weiß, wie es ohne ihn ausgegangen wäre. Er ließ die Nummer 1 der Torjägerliste der Liga, Nils Voigt, auf der Bank und überraschte den Gegner mit seiner Einwechslung schon nach einer Viertelstunde.

Christoph Then will gar nicht erst ins Feld führen, dass man auf dem Hartplatz spielte. „Das soll keine Ausrede sein. Lauertal hat das auch sehr gut gemacht mit den vielen punktgenauen langen Bällen. Wir müssen jetzt einfach noch mal alle Kräfte bündeln. Mit einer solchen Serie dürfen wir keinesfalls in die Winterpause gehen. Rottershausen befindet sich gerade auf der Überholspur und hat in den letzten Wochen sehr gut gepunktet, u. a. sogar gegen den Tabellenführer Großbardorf. Es wird schwierig, aber einfach kann jeder.“