VOLLEYBALL:

TSV Unsleben: Neues Team, neuer Trainer und kein Aufstieg

Jana Senjuchin (links) wird nach dem Umbruch beim TSV Unsleben in der neuen Saison noch mehr Spielpraxis bekommen.

Anfang März vergaben die Volleyballerinnen des TSV Unsleben ihren ersten Meister-Matchball in der Kreisklasse Ost. Aufgeschoben sollte aber nicht aufgehoben sein. Mit zwei Siegen am letzten Spieltag hätten die Unslebenerinnen zwei Wochen später dennoch die Meisterschaft perfekt machen können. Dazu kam es dann aber nicht mehr. Die Verschärfung der Corona-Krise führte dazu, dass die Saison abgebrochen und ohne offiziellen Meister beendet wurde. Zwar hätten die TSV-Frauen dennoch in die Kreisliga aufsteigen dürfen. Da sich in der Zwischenzeit das Gesicht der Mannschaft aber deutlich verändert hatte, verzichtete man auf diesen Schritt.

Zukunft des Volleyballs in Unsleben war ungewiss

Lange Zeit stand überhaupt nicht fest, ob und wie es mit dem Volleyball in Unsleben weitergeht. Ein Großteil des Kaders wird in der neuen Saison kürzer treten bzw. ganz aufhören und nach der Trennung von Thomas Amthor im Januar standen die Unslebenerinnen zudem ohne Trainer da. „Mir war es wichtig, dass es weiterhin eine aktive Volleyball-Mannschaft im Verein gibt. Schließlich haben wir in den letzten Jahren einige junge Spielerinnen dazubekommen“, sagt Sonja Schirber. Sie ist eine von drei Vorsitzenden des TSV Unsleben und selbst leidenschaftliche Hobby-Volleyballspielerin. „Wir sind kein reiner Fußballverein und wollen auch den Mädchen nach dem Kinderturnen eine sportliche Perspektive bieten“, sagt Schirber.

Andreas Schneyer aus Hollstadt neuer Trainer in Unsleben

Sie freut sich, dass mit Andreas Schneyer mittlerweile ein junger und motivierter Trainer gefunden werden konnte. Der 37-Jährige kommt aus Hollstadt und hat in der Vergangenheit auch ab und an bei den Unslebener Hobby-Volleyballern mitgespielt. In Ostheim spielte er zudem einige Jahre in der Männer-Mannschaft und beim TSV Hollstadt ist er aktuell Volleyball-Abteilungsleiter. „Ich bin mit Volleyball groß geworden und will nun etwas zurückgeben. Mein Ziel war es schon immer, einmal eine junge Mannschaft aufzubauen“, sagt Schneyer.

Dazu hat er nun in Unsleben die Gelegenheit, denn die meisten Spielerinnen des aktuellen Kaders haben wenig bis gar keine Spielerfahrung. „Ich betrachte das Team als Jugendmannschaft, die jüngste Spielerin ist gerade einmal 14 Jahre alt.“ Daher werde es in der neuen Saison darum gehen, die Mannschaft neu aufzubauen, um dann das Leistungsniveau nach und nach zu steigern. Schneyers erster Eindruck ist schon einmal positiv: „Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut und die Mädchen haben Spaß. Das ist erst einmal das Wichtigste.“

Überlegungen gab es zwischenzeitlich auch bezüglich einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Ostheim, der drei Klassen höher in der Bezirksliga spielt. „Die Ostheimer sind aber wesentlich weiter als wir, sodass das Leistungsgefälle viel zu groß gewesen wäre“, sagt Schneyer. Daher habe man sich gegen eine Spiel- und für eine Trainingsgemeinschaft entschieden. Jede zweite Woche wird ein gemeinsames Training in Unsleben stattfinden, an den anderen Trainingstagen trainiert jedes Team für sich. „Auch ich kann mir dabei von Ostheims Trainer Thorsten Steinbach einiges abschauen“, sagt Schneyer. In naher Zukunft will er dann auch selbst seinen Trainerschein machen.

Ligeneinteilung für die neue Saison steht fest

Unterdessen hat der Volleyball-Bezirk Unterfranken auch die Ligeneinteilung für die Saison 2020/21 bekannt gegeben. In der höchsten unterfränkischen Spielklasse, der Bezirksliga, geht weiterhin der TSV Ostheim an den Start. Das Team von Trainer Thorsten Steinbach stand zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs im März zwar auf dem letzten Tabellenplatz. Aufgrund der Aussetzung des Abstiegs gehen die Ostheimerinnen aber auch in der neuen Saison in der Bezirksliga an den Start. Während die TG Würzburg II und die DJK Schweinfurt in die Landesliga aufgestiegen sind, kommen aus der Bezirksklasse gleich vier Aufsteiger dazu. Vom Spielbetrieb zurückgezogen hat sich der TSV Lohr.

Auf dem vierten Tabellenplatz beendete die DJK Salz die Runde in der Kreisliga Ost und verpasste dadurch knapp den Aufstieg in die Bezirksklasse. Da mit dem TSV Tauberbischofsheim und dem TSV Aschach zwei Teams abmeldeten, gehen in der neuen Saison nur noch sieben Teams in der Kreisliga Ost an den Start. Für die Sälzerinnen stehen somit wohl lediglich sechs Spieltage auf dem Programm.

Ein deutlich größeres Pensum müssen hingegen die zweite Mannschaft der DJK Salz und der TSV Unsleben in der Kreisklasse Ost abspulen. Wie in der Vorsaison sind auch diesmal wieder zwölf Teams am Start, darunter mit dem SV Gaukönigshofen, dem TSV Karlstadt und dem TV/DJK Hammelburg III auch drei neue Teams.

Ligeneinteilung

Bezirksliga Frauen (zehn Teams) TSV Ostheim, VC Eltmann, TSV Großheubach, TV Großwelzheim, DJK Karbach, TV Mömlingen II, TV/DJK Hammelburg II (Aufsteiger), TV Aschaffenburg (Aufsteiger), TuS Frammersbach (Aufsteiger), TSV Rottenberg (Aufsteiger).

Kreisliga Ost Frauen (sieben Teams) DJK Salz, TSV Wollbach/KG, FC Euerfeld, SpVgg Ermershausen, TSV Wonfurt II, TG Höchberg (Aufsteiger), TG Würzburg III (Aufsteiger).

Kreisklasse Ost Frauen (zwölf Teams) TSV Unsleben, DJK Salz II, TG Würzburg IV, TV Unterdürrbach II, TSV Rottendorf II, VfL Volkach II, TSV Lengfeld II, SG Hausen II/Aschach II, ESV Gemünden, SV Gaukönigshofen (Neuanmeldung), TSV Karlstadt (Neuanmeldung), TV/DJK Hammelburg III (Neuanmeldung).