Madrid (dpa)

Piqué zieht positive Davis-Cup-Bilanz - Gespräche mit ATP

Barcelonas Fußball-Star Gerard Piqué hat ein positives Fazit der neuen Davis-Cup-Endrunde gezogen, zugleich aber Gespräche über Verbesserungen in der Zukunft angekündigt.

Gerard Piqué
Gerard Piqué zog eine positive Bilanz des neuen Davis-Cup-Turniers.

«Ich bin mit der Woche sehr zufrieden. Und wir freuen uns schon jetzt sehr darauf, 2020 ein noch größeres und noch besseres Event zu organisieren», sagte Piqué in Madrid.

Der Spanier hatte mit seiner Investmentfirma Kosmos die Rechte am Davis Cup erworben und den Modus des traditionsreichen Tennis-Wettbewerbes komplett umgekrempelt. Erstmals wurde der Sieger in einer Endrunde mit 18 Teams an einem Ort ermittelt.

Allerdings gab es bei der Premiere einige Probleme. Vor allem an den ersten Tagen waren die Zuschauerzahlen enttäuschend, zudem endeten einige Spiele erst spät in der Nacht. «Wir finden, es war ein fantastischer Start, eine gute Grundlage, aber es gibt immer Dinge zu verbessern», sagte der Präsident des Tennis-Weltverbandes, David Haggerty.

Die größte Herausforderung bleibt es, alle Wettbewerbe in den ohnehin schon vollen Terminkalender zu bekommen. Bereits Anfang Januar findet in Australien der neue ATP Cup statt, bei dem 24 Teams um den Sieg spielen. Piqué und Haggerty kündigten daher Gespräche mit den Verantwortlichen der Herren-Organisation ATP an.

«Wir sind offen für diese Gespräche mit der ATP, um einen einzigartigen Wettbewerb, ein Super Event über zwei Wochen zu schaffen und einen besseren Termin im Kalender zu finden», sagte Piqué.

Der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal und der Serbe Novak Djokovic hatten eine Verschmelzung der beiden Wettbewerbe und eine Verlegung in den September vorgeschlagen. Piqué und Haggerty schlossen auch nicht aus, dass in der Zukunft auch die Damen mit ihrem Fed Cup integriert werden könnten. Im kommenden Jahr findet in Budapest auch im Fed Cup erstmals eine Endrunde mit 16 Mannschaften statt.