OBERSTREU

Leser schreiben uns: „Beziehung wie in einer Ehe lebendig erhalten“

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Die Redaktion erreichte folgender Leserbrief zum Zündschlüssel von Pfarrer Thomas Menzel in unserer Ausgabe vom 10. Februar:

„Unter anderem sagen Sie, Herr Pfarrer: 'Solange man sich in seiner bequem eingerichteten Kuschelzone nicht stören lässt, solange werden alle Statistiken und Prozentzahlen in unserer Kirche weiter fallen.' Könnte es sein, dass so manchem von uns gar nicht bewusst ist, dass er als Glied des Leibes Christi Verantwortung trägt? Oder aber hat mancher überhaupt keine lebendige Beziehung zum Haupt dieses Leibes, Jesus Christus? Dann jedoch wäre sein Einsatz nur blinder Aktionismus.

Natürlich wird mir diese lebendige Beziehung nicht einfach nachgeworfen. Es gilt, wie in einer Ehe, sie lebendig zu erhalten durch häufiges Miteinanderreden (= Gebet), durch Liebeserweise, durch Gemeinschaft im Empfang der Sakramente und durch Lesen seines Liebesbriefes, der Bibel. Bei einer lebendigen Beziehung zum Haupt regt sich auch der Wunsch, dass jedes Glied der Pfarrgemeinde an diesem Leben teilhat. Jeder kann sich im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür einsetzen.

Einen ermutigenden Beitrag dazu leisten bereits jene, die sich als verantwortliche Mitglieder des Pfarrgemeinderates aufstellen ließen. Doch nicht nur sie sind gerufen, sondern jedes einzelne Mitglied der Gemeinde. Lassen wir uns durch ein neu gewonnenes Bewusstsein darauf ein, uns für den Leib Christi, die Pfarrgemeinde, einzusetzen. So können wir das Urteil, das der Apostel Paulus den Korinthern ausstellt, auch für uns in Anspruch nehmen: 'Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern – wie auf Tafeln – in die Herzen von Fleisch' (2 Kor 3. 3).“ Maria Fenn Oberstreu