Oberhausen (dpa)

Stichwaffen-Angriff: Kind und drei Frauen verletzt

Schlimmes Ende eines Familienstreits: Ein Mann soll in Oberhausen bei einem Streit mit seiner Partnerin deren Tochter und zwei Nachbarinnen lebensgefährlich verletzt haben. Ermittelt wird wegen versuchten Mordes.
Spurensicherung
Polizisten stehen nach dem Stichwaffen-Angriff vor einem Mehrfamilienhaus, während drinnen Spuren gesichert werden. Foto: -/WTVnews/dpa

Bei einem Familienstreit in Oberhausen soll ein 36-Jähriger mit einer Stichwaffe zwei Frauen und ein elfjähriges Kind lebensgefährlich verletzt haben. Er wurde festgenommen. Die genauen Hintergründe sind unklar.

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes. Der Verdächtige sollte noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Anrufer hatten am Donnerstagabend gegen 19.00 Uhr die Polizei gerufen und von einem lautstarken, handgreiflichen Streit zwischen einem Mann und einer Frau in einem Mehrfamilienhaus berichtet. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich dabei um den Tatverdächtigen und seine 38 Jahre alte Lebensgefährtin handelte. Vermutet wird, dass der Auseinandersetzung eine familiäre Streitigkeit zugrunde lag. Die genauen Hintergründe zur Tat seien aber noch unklar, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Die herbeigeeilte Polizei konnte den Mann wenig später überwältigen. Der Pole kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Auch seine Lebensgefährtin habe lediglich leichte Verletzungen erlitten, berichtete die Polizei.

Die elfjährige Tochter der Frau sowie zwei Nachbarinnen (72 und 47 Jahre alt) wurden dagegen lebensgefährlich verletzt. Die beiden Nachbarinnen hatten laut Staatsanwaltschaft eingreifen wollen. Das Kind und die beiden Frauen wurden am Freitag weiter auf Intensivstationen behandelt. Die Ermittler prüfen laut Staatsanwaltschaft, ob der Verdächtige bei der Tat unter Drogen stand.

Über die genauen Tatumstände und die Tatwaffe wurde zunächst nichts bekannt. Eine Mordkommission ermittelt. Der Polizei lagen nach Angaben einer Sprecherin zunächst keine Hinweise auf frühere Straftaten des Mannes vor.

© dpa-infocom, dpa:201120-99-398693/7

Schlagworte

Weitere Artikel